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| 20:10 Uhr

Taz rettet einen Punkt in der Nachspielzeit
Energie holt kurioses Remis in Berlin

Berliner AK - Energie Cottbus 2:2 (1:1) FOTO: Matthias Koch
Berlin. Ausgleich in letzter Minute: Durch einen Traumschuss von Berkan Taz in der Nachspielzeit rettet Energie Cottbus am Freitagabend noch einen Punkt beim Berliner AK. Von Jan Lehmann und Steven Wiesner

Glücklicher Regionalliga-Abend für Energie Cottbus: Beim Berliner AK spielten die Lausitzer am Freitag vor 1122 Zuschauern im Poststadion 2:2 unentschieden. Nach der Cottbuser Führung durch Dimitar Rangelov (25. Minute) hatten die Gastgeber die Partie durch einen Treffer von Pierre Merkel (45.) und ein unglückliches Gegentor von Niklas Brandt (55.) gedreht. Ein sensationeller Fernschuss von Berkan Taz landete dann in der Schlussminute zum 2:2 (90.) im Winkel.

Damit blieben die Cottbuser im vierten Spiel hintereinander ungeschlagen und sind damit so etwas wie das Team der Stunde in der Regionalliga Nordost. Am kommenden Samstag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen den BFC Dynamo geht die Cottbuser Aufholjagd gegen das nächste Berliner Team weiter.

Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte Orhan Yildirim in die Startelf beordert. An alter Wirkungsstätte sollte der Cottbuser Neuzugang auf der rechten Seite so viel Tempo machen wie zuletzt nach seiner Einwechslung beim 3:2-Sieg gegen Meuselwitz. Als Absicherung hinter dem sehr offensiv orientierten Yildirim hatte der Trainer diesmal Jonas Zickert als Rechtsverteidiger installiert. Axel Borgmann verteidigte dafür auf der linken Seite.

Die Berliner, die wohl einen der stärksten Kader in der Regionalliga Nordost haben, agierten mit viel Schwung. Der neue Trainer Dirk Kunert, der sein Heimdebüt als BAK-Coach erlebte, hatte seine Mannschaft sehr offensiv ausgerichtet. Die klareren Aktionen allerdings hatte Energie – und durch die Freistöße von Berkan Taz (5.) und Dimitar Rangelov (14.) auch die besseren Chancen in der Anfangsphase.

Als die Cottbuser dann die Spielkontrolle mehr und mehr verloren, weil Berlin mit noch mehr Wucht agierte, sorgte Dimitar Rangelov für die Cottbuser Führung. Nach einem Konter wurde er gut von Yildirim freigespielt. Mit einer Körpertäuschung ließ der Routinier auch den letzten BAK-Verteidiger aussteigen und traf in klassischer Rangelov-Manier ins lange Eck (25).

Energie gewann durch diesen Treffer zwar weiter Sicherheit, doch die Angriffsbemühungen der Gastgeber wurden noch größer. Mit Pierre Merkel für Ahmed Razeek (38.) wurde früh der Stürmer gewechselt. Abu Bakarr Kargbo kam kurz darauf zur besten BAK-Möglichkeit bis dahin: Frei vor Energie-Keeper Lennart Moser scheiterte er an der breiten Brust des Cottbuser Schlussmannes (39.). Kurz darauf gab es den großen Auftritt von Marcus Mlynikowski, der in den Energie-Strafraum stürmte. Er traf den linken Innenpfosten, von dort rollerte der Ball an den rechten Pfosten und sprang wieder zurück ins Feld (42.). Der Nachschuss landete auf der Tartanbahn. Glück für Energie, doch der BAK hatte sich den Ausgleich nun redlich verdient. Ausgerechnet der gerade eingewechselte Merkel hielt seinen Fuß in einen Schuss von Enes Küc und traf direkt vor dem Halbzeitpfiff zum 1:1 (45.).

Nach der Pause fand Energie nicht richtig in die Spur und kassierte einen äußerst bitteren Gegentreffer. Eine Flanke von Niklas Brandt wurde immer länger, FCE-Keeper Moser lenkte sie im Rückwärtslaufen ans Lattenkreuz – und von seinem Rücken prallte der Ball ins Tor (55.). Als Merkel kurz darauf die Großchance zum dritten Berliner Treffer vergab (56.), ging das Spiel in die vorentscheidende Phase.

Energie musste jetzt kommen, Trainer Wollitz hatte angekündigt, dass man voller Risiko auf die drei Punkte gehen wollte. Beim Lattentreffer von Tobias Eisenhuth (61.) waren die Cottbuser dem Ausgleich sehr nahe. Danach kam Berkan Taz halblinks zum Schuss und verfehlte nur knapp (69.) – die Cottbuser zeigten eine gute Reaktion auf den bitteren Rückstand. In der Schlussoffensive wurde auch noch Ibrahim Hajtic eingewechselt – der gelernte Innenverteidiger orientierte sich sofort in die Offensive. Mit seiner Wucht sollte er die entscheidende Lücke beim BAK reißen. Das gelang zwar nicht – dafür haute Berkan Taz den Ball in der Schlussminute aus 25 Metern unhaltbar in den Winkel.

Berliner AK - Energie Cottbus 2:2 (1:1) FOTO: Matthias Koch