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| 09:07 Uhr

Fußball
Stürmercheck: Reicht das für Energie?

Kevin Scheidhauer wurde am Sonntag am linken Sprunggelenk operiert. Wie lange der Energie-Angreifer ausfällt, ist ungewiss.
Kevin Scheidhauer wurde am Sonntag am linken Sprunggelenk operiert. Wie lange der Energie-Angreifer ausfällt, ist ungewiss. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Der Ausfall von Stürmer Kevin Scheidhauer verschärft die personelle Lage bei Energie Cottbus. Besonders im Angriff ist der FCE im Drittliga-Vergleich ziemlich dünn besetzt. Muss der Verein doch noch einen Stürmer verpflichten? Die RUNDSCHAU beschreibt den aktuellen Stand der Energie-Angreifer. Von Jan Lehmann und Frank Noack

Kevin Scheidhauer (26): Der Winter-Neuzugang kann Energie Cottbus derzeit auf dem Rasen nicht helfen. Stattdessen grüßt der Stürmer aus dem Krankenbett. Der 26-jährige Angreifer wurde am Sonntag in Greven im Münsterland operiert. Ursache für seine Beschwerden war ein Gelenksporn im linken Sprunggelenk. Via „Instagram“ erklärte er kämpferisch: „Auch aus dieser Verletzung komme ich wieder! Dafür liebe ich den Fußball zu sehr!“ Der FC Energie teilte unterdessen mit, dass die Operation „gut verlaufen“ sei. „Die Ausfallzeit ist derzeit noch unbestimmt.“ In der laufenden Saison kam Kevin Scheidhauer vier Mal zum Einsatz und bereitete dabei einen Treffer vor.

Streli Mamba (24): Der Torjäger ist derzeit Alleinunterhalter im Cottbuser Drittliga-Sturm. Mit drei Treffern und drei Vorlagen kann Mamba aus den ersten fünf Spielen eine gute Quote vorweisen. Doch zuletzt gegen Meppen wurde deutlich, dass der umworbene Angreifer auf Dauer nicht allein für die Torgefahr sorgen kann. Mit seiner Schnelligkeit bindet er zwar immer wieder die Gegenspieler. Doch das Cottbuser Spiel ist zu leicht ausrechenbar, wenn es nur darum geht, dem Sprinter den Ball vorzulegen. Dass der Verein Mamba als „unverkäuftlich“ bezeichnet hat, ist nachvollziehbar. Energie ist derzeit alternativlos. Allerdings hatte Trainer Claus-Dieter Wollitz erklärt, dass er vorbereitet sei: „Wir wären sofort in der Lage, Ersatz zu präsentieren.“

Moritz Broschinski (17): Der Finsterwalder machte am Sonntag mit einem Fünferpack für die A-Junioren des FC Energie auf sich aufmerksam. Beim 13:1 gegen Merseburg in der Regionalliga Nordost zeigte der kräftige Angreifer, dass er weiß, wo das Tor steht. Trainer Wollitz hatte ihm in der Vorbereitung bescheinigt: „ Ich bin mir sicher, dass er in einigen Jahren den Sprung schaffen kann. Er hat Torabschluss, Schnelligkeit, er wird mit dem Rücken zum Tor besser.“ Er sei von Broschinskis Qualitäten überzeugt, nur müsse der Youngster Geduld mitbringen. Womöglich geht es nun aber doch schneller mit Broschinskis erstem Drittliga-Einsatz. Gegen Meppen war er schon im Kader.

Abdulkadir Beyazit (21): Der Neuzugang vom SV Babelsberg hat in der 3. Liga für Energie bisher noch keine Rolle gespielt – und wird das so schnell wohl auch nicht tun. Der Angreifer müsse noch viel Trainingsrückstand aufholen, so Trainer Wollitz. Er berichtete: „Beyazit ist mit sehr vielen Defiziten aus Babelsberg zu uns gekommen. Die zu beheben, das wird dauern.“ Dabei verspricht sich der Coach einiges von dem Mittelstürmer, den er als „sehr schlauen Spieler“ beschreibt. Doch weil ihn in der Vorbereitung ein Muskelbündelriss weiter zurückgeworfen hatte, konnte Beyazit seine Qualitäten bisher nur eine Halbzeit lang im Landespokal andeuten.

Dimitar Rangelov (35): Der ehemalige Energie-Torjäger wird am Dienstag wieder zum Training (10 Uhr/Eliaspark) erwartet. Bisher gibt es keine ernsthaften Anzeichen dafür, dass der Bulgare einen Vertrag beim FCE bekommt. Trainer Wollitz offenbarte: „Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.“ Sollte der ehemalige Nationalspieler aber seine Fitness nachweisen, könnte er womöglich die dringend benötigte Alternative für den Energie-Sturm werden.

Sebastian König
Sebastian König FOTO: Energie Cottbus