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FUSSBALL
FCE: Streli entscheidet, wann Mamba spielt

Streli Mamba (M.) kam Mitte September gegen den BFC Dynamo vorerst zum letzten Mal zum Einsatz.
Streli Mamba (M.) kam Mitte September gegen den BFC Dynamo vorerst zum letzten Mal zum Einsatz. FOTO: Steffen Beyer / LR Medienverlag
Cottbus. Energie Cottbus kann im Brandenburg-Derby gegen Babelsberg wieder mit dem Torjäger planen. Wie dieser Plan konkret aussieht, ist jedoch offen. Von Frank Noack

Die wichtigste sportliche Frage bei Energie Cottbus vor dem Brandenburg-Derby der Fußball-Regionalliga lässt Trainer Claus-Dieter Wollitz weiterhin offen – ob und vor allem wann Torjäger Streli Mamba an diesem Sonntag gegen den SV Babelsberg 03 (Beginn um 13.30 Uhr, LR-Liveticker) zum Einsatz kommen wird.

Die gute Nachricht ist: Mamba hat seinen Muskelfaserriss, den er Mitte September im Heimspiel gegen BFC Dynamo erlitten hat, inzwischen auskuriert. Seit Ende der vergangenen Woche kann der Neun-Tore-Stürmer wieder mit der Mannschaft trainieren. Die schlechte Nachricht: Für 90 Minuten wird die Kraft von Mamba nach der vierwöchigen Zwangspause noch nicht reichen.

„Wir müssen schauen, ob wir ihn gleich wieder beginnen lassen oder erst einmal auf die Bank setzen“, erklärte Wollitz bei der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel und ergänzte: „Ich weiß es wirklich noch nicht. Ich verlasse mich da auch auf mein Bauchgefühl.“ Wollitz will noch das Abschlusstraining am Samstag abwarten, bevor die endgültige Entscheidung über die Startelf fällt. Und er hat auch Mamba eine wichtige Rolle bei diesem Entscheidungsprozess zugedacht. „Wenn er einhundert-prozentig fit ist, dann verlasse ich mich natürlich auf seine Aussage“, kündigte der Energie-Coach an.

Das bedeutet: Streli darf quasi mitentscheiden, welche Rolle Mamba gegen Babelsberg 03 spielt. Für einen Einsatz in der Startelf spricht die überragende Form des Stürmers bis zu seiner Verletzung. Mit neun Toren liegt Mamba immer noch auf Platz zwei der Torschützenliste der Regionalliga Nordost, obwohl er weniger Spiele absolviert hat als alle anderen Ballermänner. Angeführt wird die Rangliste von Rufat Dadashov vom BFC Dynamo. Für seine zehn Tore hat er zehn Spiele benötigt – also drei mehr als Mamba.

Doch es gäbe auch gute Gründe, den wieder genesenen Torjäger zunächst einmal auf die Bank zu setzen und dann im Verlaufe der Partie zu bringen. Denn die zurückliegenden Wochen haben gezeigt, dass viele Gegner mit dem Cottbuser Angriffswirbel in der ersten Halbzeit noch einigermaßen klarkommen, nach dem Wechsel dann aber dem hohen Laufaufwand Tribut zollen müssen, weil die Kraft weniger wird. Natürlich steckt hinter der von Wollitz bewusst offen gelassenen Mamba-Frage auch ein Stück weit Taktiererei, um den Gegner im Unklaren zu lassen. Angesichts des großen Ehrgeizes von Streli Mamba würde es jedoch keinesfalls überraschen, wenn er sich nach dem Abschlusstraining am Samstag mit aller Vehemenz für einen Startelf-Einsatz starkmacht.

Egal, ob wirklich schon von Beginn an oder später als Joker – mit der Rückkehr von Mamba bekommt Energie wieder mehr Optionen in der Offensive, nachdem Wollitz zuletzt improvisieren musste. Die Mannschaft habe es zwar auch ohne Mamba ordentlich gemacht und als Tabellenführer den Vorsprung zum BFC Dynamo auf neun Punkte ausgebaut. „Aber es ist gut, einen Stürmer mit der Schnelligkeit dabei zu haben.“

Die Frage ist also lediglich noch, wann Mamba am Sonntag losstürmt.

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