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| 11:30 Uhr

Fussball
Stimmungsvolle Derbys dank Ost-Quintett in der 3. Liga

Hallescher FC gegen Carl Zeiss Jena – eines von vielen Ostderbys.
Hallescher FC gegen Carl Zeiss Jena – eines von vielen Ostderbys. FOTO: dpa / Hendrik Schmidt
Köln. Mit der Rückkehr von Energie Cottbus in die 3. Liga bekommt das Sammelbecken der Ostvereine weiteren prominenten Zuwachs. Mit den Lausitzern sowie Carl Zeiss Jena, dem FSV Zwickau, dem Halleschen FC und Hansa Rostock sind immerhin fünf Klubs aus den neuen Bundesländern vertreten. sid

Vergangene Saison waren es allerdings noch sieben. Drei Ostklubs mussten beziehungsweise durften die Liga verlassen. Während der 1. FC Magdeburg als Meister souverän aufstieg, mussten der Chemnitzer FC und Drittliga-Dino Rot-Weiß Erfurt Insolvenz anmelden und nach neun Punkten Abzug den bitteren Gang in die Regionalliga antreten.

Für die 3. Liga sind die Ostklubs durchweg ein Segen. In der vergangenen Saison führten Magdeburg und Rostock die Zuschauertabelle an. Die sieben Ostvereine gehörten allesamt zu den 13 Klubs mit den höchsten Zuschauerzahlen. Cottbus hatte in der Regionalliga einen Schnitt von 5256 Fans, das hätte in der 3. Liga bereits zu Rang elf gereicht.

Vor allem die zahlreichen Derbys verschaffen der Liga eine hohe Aufmerksamkeit, gleich am ersten Spieltag kommt es zu den Duellen zwischen Zwickau und Halle sowie zum Aufeinandertreffen der beiden langjährigen Bundesligisten Cottbus und Rostock. In beiden Spielen ist mit vollen Stadien zu rechnen. „Selbstverständlich haben allein der Rivalität und lokalen Nähe geschuldet die Ostvereine für uns einen großen Stellenwert. In dieser Spielzeit sind es durch die Abstiege und Aufstiege allerdings deutlich weniger Duelle als zuvor“, sagt Energies Geschäftsführer Normen Kothe.

Finanziell können die Ostklubs mit den großen Namen der Liga nicht mithalten. Mit Eintracht Braunschweig und dem 1. FC Kaiserslautern drängen zwei Schwergewichte auf den schnellen Wiederaufstieg, hinzu kommen der gescheiterte Relegationsteilnehmer Karlsruher SC und die beiden ambitionierten Aufsteiger 1860 München und KFC Uerdingen.

Schon in der vergangenen Saison klaffte hinter Magdeburg ein großes Loch. Energies Auftaktgegner Rostock spielte mit Platz sechs noch seine beste Saison seit dem Zweitliga-Abstieg 2012, alle anderen Vereine rangierten im Mittelfeld – oder stiegen ab.