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| 17:41 Uhr

Reaktionen zum Spiel
Energie-Profis selbstkritisch: „Zehn Minuten reichen nicht“

 Lasse Schlüter lief dieses Mal als Kapitän auf.
Lasse Schlüter lief dieses Mal als Kapitän auf. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Nach der 2:3-Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden herrscht bei Energie Cottbus Selbstkritik vor. Dass der FCE mit einer extrem jungen Mannschaft antrat, wurde einhellig als Grund für die Niederlage abgelehnt. Hier die Stimmen zum Spiel. Von Jan Lehmann

Rüdiger Rehm (Trainer Wehen Wiesbaden): „Wir sind sehr glücklich mit diesen drei Punkten. Ich glaube, dass meine Mannschaft sehr konzentriert rangegangen ist und die Einladungen der Cottbuser sehr konsequent genutzt hat. Die Chancen haben wir eiskalt genutzt und waren dadurch gut im Spiel drin. Mit der 3:0-Führung machst du automatisch ein paar Schritte weniger, das ist und heute wieder passiert. Aber der 70. Minute war ein Bruch in unserem Spiel, da kann so ein Spiel noch kippen. Wir hatten höllisches Glück, dass das 2:3 erst in der 89. Minute gefallen ist.“

Claus-Dieter Wollitz (Trainer Energie Cottbus): „Die Stellungsfehler bei den Gegentoren waren zu einfach. Das hat nichts damit zu tun, dass es die jüngste Truppe war, die wahrscheinlich hier im Profifußball im Cottbus aufgelaufen ist. Das 0:2 hat weder etwas mit Jugend oder Rhythmus zu tun – das war ein kapitaler Abwehrfehler. Das 0:3 setzt die Krone auf, es ist nicht passend, dass man so sorglos verteidigt. Natürlich: In der zweiten Halbzeit hatten wir nichts mehr zu verlieren und hatten dann den Mut. Wir müssen uns davon befreien, Angst vor Fehlern zu haben. Wir müssen ekliger sein, die ballführenden Spieler mehr bearbeiten. Ich bin mit dem einen oder anderen, gerade mit den älteren Spielern nicht zufrieden. Der Sieg für Wehen war hochverdient.

Felix Geisler (Energie): „Wir haben zu viele Fehler gemacht. Auch wenn wir etwas jünger sind, können wir so etwas im Training üben und versuchen, abzustellen. Man hat schon gesehen, dass der eine oder andere erfahrene Spieler fehlt. Aber wir waren uns bewusst, dass wir diese Situation annehmen müssen. Aber das haben wir in der ersten halben Stunde nicht auf den Platz gekriegt. Wir haben nicht den Kampf geboten, der nötig war. Wenn man als junger Spieler die Chance bekommt, dann muss man das schätzen und dafür kämpfen.“

Lasse Schlüter (Energie): „Wir liegen nach neun Minuten 0:2 zurück – da haben wir das Spiel verloren. Das dritte kriegen wir nach einem Standard, da stimmt die Zuteilung nicht. Dann liegst du nach einer halben Stunde mit 0:3 in einem Heimspiel hinten. Kurz vor der Pause hätten wir noch das 1:3 machen können, dann hätten wir vielleicht noch einen Fuß in der Tür gehabt. So haben wir auch noch alles probiert, aber im Endeffekt kam der Anschlusstreffer zu spät.“

Dimitar Rangelov (Energie): „Wir haben ganz große Fehler von Anfang an gemacht und die Gegentore kassiert. So war das ganze Spiel sehr schwierig. Wir haben am Ende noch zwei Tore geschossen, aber es reicht nicht, nur die letzten zehn Minuten Gas zu geben. Wir müssen versuchen, schnell zu punkten. Es ist schön für Energie aus dem eigenen Nachwuchs in der ersten Mannschaft mitspielen dürfen. Die Qualität ist da, sie brauchen einfach ein bisschen mehr Ruhe und Erfahrung und dann wird alles gut.“