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| 16:48 Uhr

FCE-Reaktionen nach dem 0:3 in Meppen
„Diese Gegentore fressen eine Mannschaft auf“ (mit VIDEO)

FOTO: Eibner-Pressefoto / Wenzel /Eibner-Pressefoto
Meppen. Nach der 0:3-Niederlage beim SV Meppen herrscht großer Frust bei Energie Cottbus. Die Spieler diskutierten lange mit den Fans, der Trainer verzweifelt über die immer wiederkehrenden Fehler seines Teams. Von Jan Lehmann und Frank Noack

Claus-Dieter Wollitz (Trainer Energie Cottbus): „Bis zu 0:3 war das ein absolut ausgeglichenes Spiel. Die beste Chance vor dem 0:1 hatten wir durch Mamba – eine Riesenchance. Dann der Eckball: Entweder es war ein Fehler, oder ein Foul. Das spricht Bände für die Gegentore, die wir bekommen. Beim 0:2 hätten wir eigentlich Überzahl herstellen können, aber dann war der Ball weg. Nach der Pause hatten wir eine gute Chance zum 1:2, an den Pfosten. Und vor dem 0:3 – wenn Mitko den Ball zuvor verlagert, spielen wir vier auf eins. Aus diesem verlorenen Ball kriegen wir das Gegentor. Diese Gegentore fressen irgendwann eine Mannschaft auf.“

Christian Neidhardt (Trainer SV Meppen): „Pele hat nicht ganz Unrecht. Spiele in der 3. Liga werden durch Kleinigkeiten entschieden. Wir haben das Quäntchen Glück, dass der Schiedsrichter beim 1:0 nicht abpfeift. Beim 2:0 haben wir den Fehler konsequent ausgenutzt. Diese Sachen darfst du dir in der 3. Liga einfach nicht erlauben. Nach dem 3:0 war das Thema dann durch. Cottbus hat dann sicher noch Glück, dass das vierte Tor nicht fällt. Wir sind froh, dass wir so ein wichtiges Spiel für uns entscheiden konnten. Das nackte Ergebnis zählt. So können wir weiter Druck aufbauen auf die anderen Mannschaften. Man kann sich auf nichts ausruhen und muss konsequent seine Punkte holen.“

Robert Müller (Energie Cottbus): „Diese Fehler machen uns derzeit zu viel kaputt. Wir können den Frust der Fans verstehen, die fahren acht Stunden hierher, geben viel Geld aus und wir verlieren 0:3. Aber dieses Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht richtig wieder. Wir waren gut im Spiel, anfangs sogar besser als Meppen. Dann kassieren wir die beiden Gegentore und der Gegner hat mehr Räume. Trotzdem waren wir nach der Pause wieder gut eingestellt. Wir haben auch gleich die Chance, der Ball geht an den Pfosten. Es wäre schön, wenn wir in so einer Situation auch mal das Matchglück hätten, das Meppen derzeit hat. Derzeit haben wir viel Gegenwind, doch wir können uns nur selbst aus der Lage befreien. Der Trainer stellt uns immer sehr gut auf die Spiele ein, die Taktik stimmt. Doch die Fehler müssen wir abstellen – ganz schnell.“

Kevin Rauhut (Ersatzkeeper und Mannschaftsratsmitglied bei Energie): „Die Fans haben uns ihren Unmut mitgeteilt, und der ist uns völlig verständlich. Die stehen früh um drei Uhr auf und reisen hier an. Dann kriegen sie so ein enttäuschendes Ergebnis zu sehen. Dann ist es normal, dass man die Wut rauslässt. Ich glaube, es war alles im Rahmen. Das müssen wir einfach schlucken. Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken. Das sind zwar Floskeln, die niemand hören will. Aber es ist so. Wir dürfen uns jetzt nicht zerfleischen, es sind immer noch 15 Spiele. Wir müssen verstehen, dass es um Existenzen im Verein geht. Das muss jedem einfach in den Kopf kommen.“

René Guder (Meppen/bei Magentasport): „Ich fühle mich wohl in Meppen. Es wird von Woche zu Woche besser. Die jüngsten Siege haben uns natürlich Selbstvertrauen gegeben. Wir haben verdient gewonnen.“

Marcus Piossek (Meppen/bei Magentasport): „Für mich und die gesamte Mannschaft ist es optimal gelaufen. Ich füge mich gut ein, die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Wenn es gut läuft, geht das natürlich leichter.“