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| 22:00 Uhr

Stimmen
Energie: „Unser Matchplan ist aufgegangen“

FOTO: Eibner-Pressefoto
Kaiserslautern. Energie Cottbus feiert den Überraschungssieg beim großen Favoriten 1. FC Kaiserslautern. Der Trainer ist stolz, die Spieler sind glücklich. Der Gegner hingegen frustriert. Hier die Stimmen vom Spiel. Von Jan Lehmann

Claus-Dieter Wollitz (Trainer Cottbus): „Ich bin mir fast sicher, dass es an dem heutigen Abend ein verdienter Sieg war. Natürlich brauchst du das Quäntchen Glück. Ansonsten schließe ich mich nicht der Analyse des Spielers Löhmannsröben an, dass Energie nur geschwommen ist. Natürlich konnten wir vorn nicht jeden Ball halten. Kaiserslautern hat aber auch eine gute Qualität. Aber meine Mannschaft war hochmotiviert, hat alles investiert. Ich bin glücklich und für diesen Moment ein Stück stolz, dass vieles umgesetzt worden ist, was wir geplant haben.“

Michael Frontzeck (Trainer Kaiserslautern): „Wir wussten, dass es ein kompliziertes Spiel wird. Uns haben die Lösungen gefehlt, wir haben fast 80 Prozent Ballbesitz. Dabei ist zu wenig rumgekommen. Aber es gibt so Tage, da kannst du stundenlang spielen. Cottbus hat gut gegen den Ball gespielt und war gut organisiert. Wir haben eine gute Mannschaft, aber keine Übermannschaft, die so einen Gegner mal eben so auseinander nimmt.“

José-Junior Matuwila (Energie Cottbus): „Das waren sehr harte 90 Minuten. Wichtig war für uns die Null hinten, und vorn wollten wir schauen, wie wir gefährlich werden können. Der Matchplan ist aufgegangen, das ist ein sehr schönes Gefühl. Wir wollten auch ein bisschen Fußball spielen, und nicht nur Mamba vorn die Daumen drücken. Doch wichtig war die Defensive, die Null war die erste Aufgabe. Leon Schneider hat heute wie ein richtiger Mann gespielt, das hat mir sehr gut gefallen. Und mit Mamba sowie Scheidhauer und Rangelov sind wir vorn jetzt variabler. Das spielt uns in die Karten.“

Fabio Viteritti (Energie Cottbus): „Die Freude ist riesig, jeder hat für jeden gekämpft. So muss es jetzt weitergehen. Wir wollten kompakt stehen und Nadelstiche setzen. Magdeburg ist mit diesen Mitteln aufgestiegen. Marc Stein ist ein brutaler Leadertyp. Er köpft mit einer gebrochenen Nase das Ding da rein. Er ist ein absoluter Führungsspieler. Und Streli Mamba hat gezeigt, dass er für die Mannschaft alles gibt. Das machen auch Scheidhauer und Rangelov, das zeichnet uns aus. Um in so einem riesigen Stadion kicken zu dürfen, haben wir zwei Jahre hart gearbeitet. Dafür haben wir uns heute belohnt.“

Marc Stein (Energie/bei Telekom Sport): „Wir waren sehr gut eingestellt, der Trainer hat heute einiges verändert. Trotzdem müssen wir natürlich auf dem Rasen die Zweikämpfe gewinnen. Das haben wir getan. Als ich mir nach dem Zweikampf an die Nase gefasst habe, war mir klar, was los ist. Sie ist wohl gebrochen. Es ging dann nur noch darum, ob die Schmerzen erträglich sind und ich weiter­spielen kann.“

Jan Löhmannsröben (Kaiserslautern): „Energie ist nur geschwommen, hat die Mauer wieder hochgezogen. Wir haben dagegen keine Mittel gefunden.“

Timmy Thiele (Kaiserslautern): „Für mich war der Standard direkt nach der Pause entscheidend. Vorher hat Energie die Bälle nur weggeschlagen, keine Torgefahr ausgestrahlt. Auch danach war Cottbus nicht viel besser. Uns haben aber die Lösungsansätze gegen dieses Bollwerk gefehlt.“

Wolfgang Hesl (Kaiserslautern): „Energie hat ganz abgezockt gespielt. Und uns ist nach vorn gegen dieses Bollwerk nicht viel eingefallen. Das war keine taktische Frage. Energie hilft der Standard, das ist für die der Türöffner. Das passt zu deren Spielweise wie die Faust aufs Auge, dass sie noch mehr auf Konter spielen können.“