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| 17:47 Uhr

Reaktionen nach den Pokalsieg von Energie Cottbus
„Der Club wird wieder aufstehen“

 So sehen Sieger aus? Die Energie-Profis Kevin Weidlich (v.l.), José-Junior Matuwila und Streli Mamba können sich über den Pokalerfolg nur gedämpft freuen. Der Abstiegsschmerz sitzt zu tief.
So sehen Sieger aus? Die Energie-Profis Kevin Weidlich (v.l.), José-Junior Matuwila und Streli Mamba können sich über den Pokalerfolg nur gedämpft freuen. Der Abstiegsschmerz sitzt zu tief. FOTO: LR / Frank Noack
Rathenow. Nach dem Abstieg ist der Landespokal für Energie Cottbus ein kleiner Trost. Auch beim FLB und beim Gegner ist man nach dem Endspiel zufrieden. Hier sind die Stimmen zum Cottbuser Sieg in Rathenow. Von Frank Noack und Jan Lehmann

Jens Kaden (FLB-Präsident): „Energie Cottbus hat mit dem 1:0 mehr Sicherheit bekommen. Den Unterschied hat dann mit Streli Mamba ausgerechnet jener Spieler gemacht, der bald in der Bundesliga spielen wird. Es war ein Fußballspiel, das von der Spannung gelebt hat. Und das uns erfreut hat, auch was Fanverhalten betrifft.“

Claus-Dieter Wollitz (Energie-Trainer): „Die vergangenen Tage waren richtig brutal. Am Freitag hätte ich nicht gedacht, dass wir eine so konzentrierte und disziplinierte Leistung bringen können. Denn wir alle haben immer noch diese Leere nach dem Abstieg in uns. Deshalb hält sich bei mir persönlich die Freude in Grenzen. Trotzdem war der Sieg wichtig. Energie Cottbus braucht jetzt Erfolge und muss Gelder generieren. Ich widme den Pokal den Fans, denn es ist nicht selbstverständlich, dass man nach dem Abstieg so positiv behandelt wird.

Ingo Kahlisch (Trainer Rathenow): „Ich bin trotz der Niederlage nicht enttäuscht. Aus meiner Sicht hatten wir die besseren Chancen. Körperlich sind wir derzeit einfach nicht besser, weil wir nur eingeschränkt trainieren können. Trotz der Niederlage haben wir wieder beste Werbung für Rathenow und das Havelland gemacht. Es war eine total geile Stimmung.“

Streli Mamba (Energie): „Ich denke, dass die Freude ziemlich groß ist – das sollte sie auch. Mit dem Abstieg aus der 3. Liga ist es für uns ziemlich bitter gelaufen. Aber nach den drei Jahren, die ich hier in Cottbus war, ist der Pokalsieg nun krönende Abschluss für den Club. Die Enttäuschung über den Abstieg sitzt natürlich ziemlich tief. Aber nichtsdestotrotz sollte man nach vorn schauen und auch wieder aufstehen. Ich denke, der Club wird das nächstes Jahr in der Regionalliga rocken und auch wieder aufstehen.“

Jerome Leroy (Rathenow/gegenüber dem „rbb“): „Es war ein enges Spiel, wir hatten Riesenmöglichkeiten. Die muss man in so einem Spiel einfach nutzen. Das Spiel entscheidet sich durch dieses unglückliche Gegentor. Wir wollten wir in den letzten Wochen tief stehen und den Gegner über Konter kriegen. Das haben wir über weite Strecken gut machen und Energie das Leben sehr, sehr schwer gemacht. Für einen Verein wie wir es sind, wäre DFB-Pokal eine geile Sache gewesen.“