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| 10:34 Uhr

Hammer-Urteil:
Sportgericht schließt Babelsberg 03 vom nächsten Landespokal aus

Beim Finale im Landespokal am Pfingstmontag: Nader El-Jindaoui (l.) und Sven Reimann von Babelsberg stehen im Nebel der Pyrotechnik.
Beim Finale im Landespokal am Pfingstmontag: Nader El-Jindaoui (l.) und Sven Reimann von Babelsberg stehen im Nebel der Pyrotechnik. FOTO: dpa / Jan Kuppert
Babelsberg/Cottbus. Der SV Babelsberg 03 soll nach einem Urteil des Sportgerichts des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB) am Donnerstag vom Landespokalwettbewerb in der Saison 2018/19 ausgeschlossen werden. Außerdem wurde der Verein zu einer Strafe von 4500 Euro verdonnert. Von Frank Hilbert

Anlass für den Pokal-Ausschluss in der neuen Saison sind die Ausschreitungen der Babelsberger Fans beim Landespokal-Finale am 21. Mai, das Energie Cottbus mit 1:0 gewann.

Mit dem Urteil habe der Verband unter anderem auf die Ausschreitungen beim Landespokalfinale im Mai reagiert, sagte der Vorsitzende des FLB-Sportgerichts, Olaf Luzi, am Samstag.

Vermummte Babelsberg-Anhänger hatten nach dem 0:1 gegen den FC Energie Cottbus zahlreiche Knallkörper und Nebeltöpfe aufs Spielfeld sowie in Richtung des Cottbus-Blocks geworfen und damit die Siegerehrung verhindert.

Es sei „strafverschärfend“ berücksichtigt worden, dass der Verein in der Vergangenheit mehrfach wegen des Abbrennens von Pyrotechnik durch seine Anhänger verurteilt wurde, sagte Luzi. Auch diesmal hätten die Babelsberger neben dem Pokalausschluss eine Geldstrafe von 4500 Euro erhalten.

Zuvor hatten mehrere Medien über das Urteil, das bereits am Donnerstag gesprochen wurde, berichtet. Es ist noch nicht rechtskräftig; Babelsberg kann bis zum 23. Juli Einspruch einlegen. Der Vereinsvorsitzende Archibald Horlitz kündigte in der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ (Wochenendausgabe) bereits an, „mit allen Mitteln“ gegen den Ausschluss vorzugehen.

Der Ausschluss vom Landespokal dürfte für Babelsberg auch zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führen. (mit dpa)