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| 17:04 Uhr

Fußball
FCE: Spielt Rangelov auf 450-Euro-Basis?

Dimitar Rangelov trainiert seit sechs Wochen bei Energie Cottbus mit.
Dimitar Rangelov trainiert seit sechs Wochen bei Energie Cottbus mit. FOTO: Christiane Weiland
Cottbus. Die Entscheidung zur möglichen Verpflichtung von Angreifer Dimitar Rangelov ist bei Energie Cottbus erneut vertagt worden. Der Trainer bringt ein interessantes Vertragsmodell zur Sprache. Von Jan Lehmann

Ein Stürmer auf 450-Euro-Basis? Es war aus der Miene von Trainer Claus-Dieter Wollitz nicht abzulesen, ob er dies im Scherz oder im Ernst gesagt hat. Jedenfalls brachte der Coach von Energie Cottbus am Donnerstag bei der Pressekonferenz in der Personalie Dimitar Rangelov (35) ein ganz neues Finanzierungsmodell in die Runde.

Wollitz erklärte am Donnerstag: „,Mitko’ kann ja als verdienter Spieler von Energie Cottbus auch von sich aus sagen: ,Du, ich brauche gar kein Geld, sondern ich will erst einmal dazu beitragen, dass wir sportlichen Erfolg haben.’“ Auf die Nachfrage, ob dieses Modell überhaupt rechtlich möglich sei, erwiderte er mit eben nicht klar zu definierenden Gesichtszügen: „450 Euro im Monat werden wir schon noch zusammenbekommen.“

Ein Drittliga-Torjäger als Mini-Jobber, es wäre wohl ein Novum für diese Spielklasse. Zumindest zeigt das Gedankenspiel, wie eng der finanzielle Spielraum beim FCE zurzeit ist. Denn dass die Cottbuser durchaus Bedarf an einem weiteren Angreifer hätten, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Nicht umsonst beschäftigt man sich nun schon seit mittlerweile sechs Wochen mit dem Thema Rangelov.

Nun hatte Wollitz eine schnelle Entscheidung in Aussicht gestellt und musste am Donnerstag revidieren. Das Thema Rangelov sei vertagt worden, so der FCE-Coach. Er begründete: „Es waren einige interne Abläufe zu diesem Thema nicht möglich.“ Energie bleibt also dran, aber offenbar nicht um jeden Preis. Wollitz, der bisher immer für ein intaktes Gehaltsgefüge und die Entwicklung jüngerer Spieler einstand, betonte: „Wir dürfen gerade jetzt nicht unseren Weg verlassen.“

Rangelov ist dem Vernehmen nach dennoch weiter zuversichtlich. Und sicherlich würde er am Ende nicht nur mit 450 Euro im Monat nach Hause gehen. Wollitz. fügte nach dem Mini-Job-Vorschlag noch hinzu: „Wir würden auch noch mehr hinbekommen.“ Doch das konnte man aus dem wollitzschen Mienenspiel schon ablesen: Ein geringes Grundgehalt mit einer womöglich höheren Klassenerhaltsprämie für Rangelov würde Energie die Entscheidung eben einfacher machen.