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| 11:31 Uhr

Fußball
Spiel-Absage! Wie reagiert Energie Cottbus?

In der Vorwoche gab es für Energie Cottbus im Frühlingswetter noch einen 2:1-Sieg gegen den Berliner AK. Doch nun wird der Spielrhythmus erneut auf Eis gelegt.
In der Vorwoche gab es für Energie Cottbus im Frühlingswetter noch einen 2:1-Sieg gegen den Berliner AK. Doch nun wird der Spielrhythmus erneut auf Eis gelegt. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Das war zu erwarten: Der Winter friert erneut den Regionalliga-Spielplan ein - und auch das Spiel von Energie Cottbus fällt aus. Wie geht es nach der Absage der Partie in Berlin weiter?

Von Jan Lehmann

Ein Blick vor die eigene Haustür hatte es erahnen lassen: Das ist kein Fußballwetter. Wegen des neuerlichen Wintereinbruchs fällt das Regionalliga-Spiel des FC Energie bei Hertha BSC II am Sonntag aus. Das teilte der Verein auf seiner Internetseite mit. Aufgrund der am Freitagabend durchgeführten Partie des BFC Dynamo gegen den VfB Auerbach (2:1) und dem anschließenden Frost sei der Rasen des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks nicht bespielbar. Die Platzanlage wurde somit durch den Senat für Inneres und Sport der Stadt Berlin bis auf weiteres gesperrt, hieß es dort. Aus Sicherheitsgründen kann in Berlin auch nicht auf den Kunstrasen am Olympiastadion ausgewichen werden.

Für Energie heißt das erneut umplanen: Trainer Claus-Dieter Wollitz erklärte auf RUNDSCHAU-Nachfrage: „Wir trainieren jetzt erst einmal am Samstagnachmittag und werden natürlich die Belastung für die Spieler erhöhen. Viel mehr Möglichkeiten, als die Trainingssteuerung anzupassen, haben wir nicht.“

Ein Testspiel ist derweil nicht in Planung. Dem Coach treibt die Absage indes die Sorgenfalten auf die Stirn: „Wir kommen immer mehr in Terminnot. Und weil unsere weiteren Spiele alle für den Sonntag terminiert worden sind, ist da auch kein Spielraum mehr. Ansonsten hätte man auch mal einen Rhythmus von Freitag, Dienstag, Samstag einlegen können.“

Die Cottbuser sind nicht das einzige Team, dass wegen des Neuschnees nicht spielen kann. Auch die Partien in Babelsberg, Halberstadt, beim Berliner AK und bei Lok Leipzig waren am Samstagvormittag schon abgesagt. Insgesamt hängt der Spielplan der Regionalliga Nordost derzeit schon 37 Partien hinterher – das sind mehr als vier komplette Spieltage. Wollitz erneuerte seine Kritik aus dem vergangenen, dass bei diesem Wetter nicht komplett alle Spiele abgesagt werden, um die Wettbewerbsgleichheit zu erhalten. Damals hatte Wollitz zum ersten Mal offen auch über einen gemeinsamen Streik nachgedacht. Er betonte: „In den Nachholespielen entscheidet sich dann unter anderem die Abstiegsfrage. Da ist es sehr wichtig, dass es gerecht zugeht.“

Wann das Cottbuser Spiel bei der Hertha-Reserve, für die Energie-Trainer Wollitz als „Top-Mannschaft“ schwärmt, steht noch nicht fest. Der Cottbuser Pflichtspielkalender ist schon rappelvoll. Mit dem für den kommenden Samstag angesetzten Landespokal-Halbfinale bei Union Fürstenwalde beginnen die englischen Wochen, die Energie beispielsweise im April sieben Pflichtspiele bescheren. Es ist nun ziemlich wahrscheinlich, dass dort entweder am 4. oder 11. April noch ein weiteres Mittwochs-Spiel dazu kommt. Wollitz betont allerdings: „Man muss wirklich sehen, wie das koordiniert werden kann, weil ja alle Teams so viele Nachholespiele haben. Ich verstehe weiterhin nicht, warum sich der Verband gegen englische Wochen im Herbst sträubt, mit der Begründung dass auch Feierabend-Fußballer in dieser Liga spielen. Im Winter sind sie dann ohnehin zu englischen Wochen gezwungen - und die Bedingungen sind weitaus schlechter.“

Wegen der bevorstehenden großen Spiel-Belastung suchen die Cottbuser nach neuen Formen der Regeneration – und haben sich in dieser Woche passend zum Winterwetter im Carl-Thiem-Klinikum tiefkühlen lassen. Diese Kryotherapie soll dem FCE allerdings dann besonders helfen, wenn es in dieser Saison in die heiße Phase geht: in den Aufstiegsspielen Ende Mai. Fest steht wohl jetzt schon: Spätestens dann dürfte der Winter endlich vorbei sein.