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Sorgen und Gerüchte vor Topspiel

Benjamin Förster (großes Bild) ist verletzt fällt monatelang aus. Dafür wurde Ex-Torjäger Boubacar Sanogo wieder in Cottbus gesichtet.
Benjamin Förster (großes Bild) ist verletzt fällt monatelang aus. Dafür wurde Ex-Torjäger Boubacar Sanogo wieder in Cottbus gesichtet. FOTO: Winter/OWE1
Cottbus. Der Tabellenerste gegen den Zweiten, Energie Cottbus gegen den BFC Dynamo, die beiden torhungrigsten Teams der Fußball Regionalliga Nordost im Duell – viel mehr Spannung kann ein Spiel wie an diesem Sonntag im Stadion der Freundschaft (13.30 Uhr, LR-Liveticker) eigentlich nicht bieten. Frank Noack und Jan Lehmann

Und doch wird die Vorfreude auf dieses wegweisende Kräftemessen zumindest aus Cottbuser Sicht durch eine personelle Hiobsbotschaft überschattet. Denn die Verletzung von Benjamin Förster ist ein Schock für den FC Energie!

Der ohnehin dünn besetzte Angriff ist nun noch weiter dezimiert. Förster hat sich einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen. Diese Verletzung am Sprunggelenk wurde bereits mit einem Gipsverband versorgt. Laut Trainer Claus-Dieter Wollitz muss Förster den Knöchel nun sechs Wochen lang komplett ruhigstellen. "Wir gehen von einer Ausfallzeit von drei bis vier Monaten aus. Wenn man weiß, dass er sich die Fitness sehr hart erarbeiten muss, muss man vielleicht sogar von mehr ausgehen", erklärt Wollitz.

Für Fußballer ist der Riss des Syndesmosebandes eine schwerwiegende Verletzung. Durch das Band werden das untere Schienbein und das Wadenbein zusammengehalten. Das Syndesmoseband sorgt für die nötige Stabilität im Sprunggelenk.

Passend dazu gab es am Freitag ein heißes Gerücht: Angeblich ist der frühere FCE-Torjäger Boubacar Sanogo zurück in Cottbus und hat schon ein Haus angemietet und auch ein Auto bestellt. "Ich kenne das Gerücht um Sanogo. Aber ich kann versichern, dass ich mit ihm weder verhandelt noch gesprochen habe", betont Wollitz und sagt mit Blick auf den inzwischen 34 Jahre alten Ivorer: "Unter meiner Regie wird es keine Rückkehr von Sanogo zu Energie Cottbus geben." Laut Wollitz sei der in seinen besten Zeiten sehr robuste Angreifer zwar ein Stürmertyp, den Energie derzeit nicht im Kader hat und der kurzfristig weiterhelfen könnte. "Aber wir wollen keine kurzfristigen Lösungen, sondern die Mannschaft langfristig weiterentwickeln."

Dass Sanogo jetzt seine Rückkehr plant, hat nach RUNDSCHAU Informationen ohnehin einen ganz anderen Grund: Er wird von einem Regionalliga-Konkurrenten aus der Hauptstadt umworben.

Im Topspiel gegen den BFC vor vermutlich mindestens 8000 Fans und auch in den kommenden Wochen ruhen die Hoffnungen des FCE also mehr denn je auf den Schultern von Streli Mamba. Er hat acht der 22 Cottbuser Treffer geschossen. Der BFC kann 15 Treffer vorweisen und liegt derzeit fünf Punkte hinter Energie.

Die Konstellation vor dem Duell des Ersten gegen den Zweiten erinnert durchaus an die vergangene Saison, als Energie mit umgekehrten Vorzeichen beim Spitzenreiter Jena remis spielte. Wären die Gastgeber also mit einem Unentschieden zufrieden, um den Verfolger auf Distanz zu halten? Nein, sagt Wollitz: "Ein Unentschieden war noch nie eine Option. Wir treten an, um zu gewinnen. Außerdem ist der BFC nicht Jena." Zudem sei Energie Cottbus nicht das Energie Cottbus aus dem vergangenen Jahr. Denn: "Energie ist besser als letztes Jahr."