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So sieht die neue Prämienregelung bei Energie Cottbus aus

Nach dem Auftaktsieg in Neustrelitz warten auf die Energie-Profis um Lasse Schlüter (vorn) und die Fans jetzt drei Heimspiele in Folge.
Nach dem Auftaktsieg in Neustrelitz warten auf die Energie-Profis um Lasse Schlüter (vorn) und die Fans jetzt drei Heimspiele in Folge. FOTO: Schütt
Cottbus. Der Spielplan meint es gut mit dem FC Energie Cottbus. Nach dem lockeren 4:0-Auftakterfolg bei der TSG Neustrelitz stehen jetzt gleich zwei Heimspiele im Stadion der Freundschaft auf dem Programm: an diesem Mittwoch gegen Aufsteiger Chemie Leipzig (19.30 Uhr/LR-Liveticker) und am Samstag gegen Budissa Bautzen (13.30 Uhr). Die Aufgabenstellung ist klar: Mit zwei weiteren Siegen soll die noch frische Tabellenführung in der neuen Saison der Fußball-Regionalliga verteidigt werden, ehe dann mit dem Pokalknaller gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart am 13. August bereits das nächste Heimspiel folgt. Von Frank Noack und Jan Lehmann

Gute Zeiten also für die Fans auf den Rängen. Gute Zeiten aber auch für die Mannschaft unten auf dem Rasen, denn Siege wie am Sonntag in Neustrelitz bescheren dem FCE nicht nur drei Punkte im Kampf um die Meisterschaft, sondern den Spielern in dieser Saison auch eine zusätzliche Einnahme auf ihrem Gehaltskonto.

Der Verein hat nämlich die Prämienregelung nach dem sparsamen Wirtschaften in der vergangenen Saison modifiziert, indem die Staffelung der Zahlungen moderat und leistungsorientiert ausgeweitet wurde. "Es ist dieses Mal so, dass bei Platz eins an jeden Spieler die Prämie gezahlt wird, die individuell ausgehandelt wurde. Bei Platz zwei und drei gibt es nur eine Prämie für die ganze Mannschaft", berichtet Trainer Claus-Dieter Wollitz und ergänzt: "Aber die hat mit Profifußball eigentlich nichts zu tun. Das ist eine Anerkennung an die Mannschaft." Nach RUNDSCHAU-Informationen bewegt sich diese Kollektivprämie auf den Plätzen zwei und drei im unteren vierstelligen Bereich und wird nur im Falle eines Sieges an jene Profis ausgezahlt, die im betreffenden Spiel im 18er-Kader standen. Ab Rang vier wird übrigens keine Prämie mehr gezahlt - egal, wie die jeweilige Partie ausgeht.

In der vergangenen Saison gab es derartige Zusatzgelder nur für den 1. Tabellenplatz, den sich jedoch frühzeitig der FC Carl Zeiss Jena gesichert hatte. Spieler und Trainer Wollitz hatten sich auf diesen im deutschen Fußball eher ungewöhnlichen Pakt verständigt, um den Verein in finanziell schwierigen Zeiten zu helfen. Trotz einer ordentlichen Saison gingen die Spieler also in Sachen Prämien weitgehend leer aus.

Das FCE-Präsidium hatte zwar auch bei einigen Schlüsselspielen noch einen extra Anreiz in Aussicht gestellt. Davon wurde aber nur die Heimpartie gegen Lok Leipzig gewonnen. Wollitz: "Mit dieser Prämienregelung in der vergangenen Saison haben die Spieler dem Verein sehr geholfen. Deshalb konnten wir jetzt den Anreiz noch einmal erhöhen."

Klar ist aber auch: Der Spielplan meint es nur dann gut mit Energie, wenn die Spieler um Marc Stein diese Vorlage wirklich nutzen. Der Kapitän betont: "Wir sind Sportler und wollen als Team erfolgreich sein, gute Spiele abliefern und unsere Ziele verwirklichen. Das ist, was zählt. Als Nebeneffekt ist es natürlich eine schöne Geste des Vereins, das Prämiensystem in dieser Saison anzupassen."