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So reagiert der DFB auf die Wollitz-Provokation

Cheftrainer Claus-Dieter (Pele) Wollitz (Energie Cottbus)
Cheftrainer Claus-Dieter (Pele) Wollitz (Energie Cottbus) FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Nach der harten Kritik von Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz am Deutschen Fußball Bund (DFB) gibt es nun eine Reaktion aus der Verbandszentrale in Frankfurt am Main. Die ist recht schmallippig. Jan Lehmann

Die Vorwürfe von Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz sind hart. Vielleicht sogar zu hart? Bei seinem Aufruf zum bundesweiten Streik in der Regionalliga ( "Wie Weselsky: Wollitz will den Warnstreik" ) hatte der Energie-Trainer am Donnerstag auch heftig gegen den Deutschen Fußball Bund ausgeteilt. Seine Meinung: Beim DFB kümmert man sich überhaupt nicht um die Belange der Clubs in der 4. Liga. Wollitz provokant: "Der DFB-Präsident hat zuletzt einen Aufstand der Anständigen gefordert. Ich fordere die ganzen Regionalligisten auf - nicht nur Nordost, sondern alle fünf Staffeln - komplett in den Streik zu gehen, und den Fußball zu revolutionieren. Ich finde, das geht so nicht weiter. Das macht nicht nur den Fußball und den Wettbewerb kaputt. Auf Dauer werden die Sponsoren das nicht mehr tragen und die Fans erst recht nicht."

Wollitz sieht eine große Kluft zwischen den höherklassigen Vereinen und den Clubs, die in der 4. Liga direkt an der Schnittstelle zwischen Profi-Fußball und Amateursport. Er provoziert weiter: "Wie der DFB die kleinen Vereine unterstützt, ist in Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Und dann stellen sie noch hin, und sagen, sie machen alles dafür. Die machen gar nix. Im Gegenteil, wenn sie sich noch wegdrücken können, dann drücken die sich weg."

Das dürfte beim DFB für Aufruhr sorgen. Auf die RUNDSCHAU-Nachfrage gab es aus der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt am Main auch ein promptes Statement dazu: "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht zu dem Thema äußern. Die Regionalligen befinden sich in der Zuständigkeit der Regionalverbände." Man kann nun nicht unbedingt behaupten, dass diese Reaktion die wollitzschen Vorwürfe entkräftet.