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| 11:23 Uhr

So hat Energie Cottbus seinen 50. gefeiert

Energie-Legenden und das aktuelle Team
Energie-Legenden und das aktuelle Team FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Mit rund 600 geladenen Gästen hat Energie Cottbus am Sonntagabend im Cottbuser Staatstheater gefeiert. Beim dreistündigen Festakt wurde geredet, geehrt und auch viel gewitzelt. Eine Nachlese. Von Mirjam Hecht

Wer war denn eigentlich da? So ziemlich alles, was bei Energie Cottbus Rang und Namen hat beziehungsweise hatte. Da fielen sich vor dem Festakt im rappelvollen Foyer des Theaters Timo Rost und Pizzabäcker Nando vom Stamm-Italiener des FCE lachend in die Arme. Da plauderte Alexander Bittroff mit dem einstigen Oberliga-Trainer Manfred Kupferschmied. Kay Wehner und Ingo Schneider kamen mit Bernd Mudra und Horst Krautzig ins Gespräch, während Bojan Prasnikar und Ulrich Lepsch womöglich in Erinnerungen an ihre Tennis-Matches schwelgten. Kurzum: Es war ein allgemeines großes Hallo, mittendrin Politprominenz und viele Sponsoren des FCE.

Was passierte auf der Bühne? Ohne Reden geht es bei einem 50. Geburtstag natürlich nicht. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) gratulierten. Geehrt wurde zum einen die Energie-Elf der vergangenen 50 Jahre (siehe oben). Zum anderen gab es noch drei besondere Würdigungen. In Anlehnung an die Oscar-Verleihung wurde "Fußball-Gott" Detlef Irrgang als "Bester Hauptdarsteller" ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Toralf Konetzke. Irrgang war gerührt und überrascht: "Mit dieser Ehrung habe ich nicht gerechnet - auch nicht damit, dass Toralf so eine tolle Rede halten kann."

Den Preis für die "Beste Regie" erhielt - natürlich - Eduard Geyer, den sein damaliger Co-Trainer Hagen Reeck würdigte. Der Erfolgscoach bekam unter anderem eine Uhr geschenkt ("Ist da 'ne Batterie drin?"). Zudem wurde posthum Hajo Prinz geehrt, "der unverzichtbare Geist im Hause Energie", wie Laudator Georg Zielonkowski, Sportmoderator und langjähriger Stadionsprecher, anmerkte. "Ein Pfundskerl", bekräftigte auch Wegbegleiter Max Pannasch.

Was gab's kulturell? Es wurde ein Auszug aus dem witzigen Stück "Männer" gezeigt, in dem es um eine Gruppe recht skurriler Energie-Fans geht. Sänger Alexander Knappe gab "Weil ich wieder zu Hause bin" und "Wir kommen auch morgen noch wieder" zum Besten. Und die Musiker des Philharmonischen Orchesters, die wie Dirigent Evan Christ alle ein Energie-Trikot trugen, begeisterten mit der Filmmusik aus "Star Wars" und den Hymnen des FC Energie Cottbus.

Wer hat sonst noch gratuliert? Fast die ganze Bundesliga grüßte per Videobotschaft - von Bayern-Kapitän Philipp Lahm über Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking, BVB-Sportdirektor Michael Zorc und Leverkusens Sportchef Rudi Völler bis zu Schalke-Manager Horst Heldt. Tenor: Wir möchten euch bald wieder höherklassig spielen sehen, Energie!"


Der besondere Moment: Trainer-Legende Eduard Geyer, an dem Abend ohnehin mit sehr viel Applaus bedacht, sorgte für die rührendste Geste der Festveranstaltung. Als er als Trainer des halben Jahrhunderts zur Ehrung auf die Bühne geholt wurde, bat er darum, Hajo Prinz nicht zu vergessen, die im Dezember verstorbene gute Seele des Vereins. Den Blick nach oben gerichtet, versicherte Geyer: "Hajo, wir denken an dich."

Die aus dem Radio und Fernsehen bekannte Sportmoderatorin Jessy Wellmer führte in eleganter Abendrobe durch den Abend

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