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Shala: "Interesse von Energie Cottbus ehrt mich"

Andis Shala hat in der vergangenen Saison 21 Tore für Babelsberg erzielt.
Andis Shala hat in der vergangenen Saison 21 Tore für Babelsberg erzielt. FOTO: dpa
Cottbus. Gibt es bald eine Entscheidung oder geht der Poker um den möglichen Wechsel von Torjäger Andis Shala (SV Babelsberg) zu Energie Cottbus weiter? Frank Noack und Jan Lehmann

FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte ja am Samstag am Rande des Trainingsauftakts erklärt, dass er "Anfang der Woche" in Babelsberg nachfragen wolle, ob die gebotene Ablösesumme den Vorstellungen des Regionalliga-Konkurrenten aus der Landeshauptstadt entspricht. Aber was sagt eigentlich Andis Shala über seine Zukunft? "Mein klares Ziel ist, in der kommenden Saison bei einem Verein zu spielen, der realistische Chancen auf den Aufstieg hat oder schon in der 3. Liga ist", erklärt der 28-jährige Torjäger auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Und was ist mit Cottbus? "Mich ehrt das Interesse von Energie Cottbus. Es ist ein großer Verein mit riesigem Fan-Potenzial. Es wäre für mich auf jeden Fall eine Herausforderung." Und Anfragen von anderen Clubs? "Es gibt viele Anfragen", betont Shala: "Einige Gespräche sind schon weiter als mit Energie."

Dennoch legt Trainer Wollitz großen Wert auf den offiziellen Weg - er will zuerst eine Einigung mit dem SV Babelsberg herbeiführen, ehe er in konkrete Verhandlungen mit Shala einsteigt. Der Torjäger hatte im vergangenen Sommer seinen Vertrag bei den Filmstädtern bis 2019 verlängert, stand kurz danach aber schon einmal auf dem FCE-Zettel.

Es gibt gute Gründe, dass der Wechsel nun im zweiten Anlauf klappen könnte. Erstens, weil von diesem Transfer mit großer Wahrscheinlichkeit sowohl Energie als auch Shala profitieren würden. In der vergangenen Saison standen 21 Treffer in 30 Spielen für den Torjäger zu Buche. Eine Quote, die er angesichts der Cottbuser Offensivstärke wohl noch steigern könnte. Und zweitens, weil Energie mit Neuzugang Maximilian Zimmer vom Berliner AK den besten Kumpel von Shala verpflichtet hat. Auch mit Kevin Weidlich ist der Babelsberger gut befreundet. Außerdem könnte Shala weiterhin in der Nähe seiner Wahlheimat Berlin bleiben.

Zunächst müssen sich aber beide Vereine über die Ablöse einigen. Denn Wollitz hatte beim Trainingsauftakt auch noch einmal deutlich gemacht, dass er das abgegebene Angebot auf keinen Fall erhöhen wird. "Ich habe dem SV Babelsberg mitgeteilt, welche Vorstellungen wir haben. Und auch, dass wir darüber hinaus keine weiteren Möglichkeiten haben, um diesen Transfer zu realisieren. Sollte es unter diesen Voraussetzungen nicht klappen, ist das Thema Shala für Energie Cottbus erledigt."