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Schwarzes Loch im Energie-Mittelfeld

Bei Ronny Garbuschewski (r.) ist in Rüdersdorf die Adduktorenverletzung aufgebrochen. Sein Einsatz gegen Aalen wackelt.
Bei Ronny Garbuschewski (r.) ist in Rüdersdorf die Adduktorenverletzung aufgebrochen. Sein Einsatz gegen Aalen wackelt. FOTO: Bock/FuPa
Cottbus. So schnell kann es im Fußball gehen: Noch vor wenigen Tagen musste man sich Sorgen machen, das Betriebsklima beim FC Energie könnte angesichts des Überangebotes im zentralen Mittelfeld leiden. Schließlich hatte Trainer Stefan Krämer dort so viele Spieler, dass es einige Härtefälle gab. Jan Lehmann

So musste beispielsweise Ronny Garbuschewski gegen den VfL Osnabrück von der Tribüne aus zusehen. Etablierte Spieler wie Torsten Mattuschka oder Marco Holz verbrachten schon viel Zeit auf der Ersatzbank.

Doch vor dem Heimspiel gegen den VfR Aalen am Samstag sieht das ganz anders aus: Als hätte sich ein schwarzes Loch in der Mittelfeldzentrale aufgetan, fehlen plötzlich vier Spieler auf einen Schlag. Neben Joni Kauko (Finnland) und Nikolas Ledgerwood (Kanada), die beide zu ihren Nationalteams gerufen wurden, fehlt auch Nestor Djengoue. In seinem Knie hat sich Flüssigkeit angesammelt - für Aalen wird er nicht rechtzeitig fit.

Und eben auch der leidgeplagte Ronny Garbuschewski könnte das Heimspiel gegen den Tabellennachbarn verpassen. Beim 12:1-Pokalsieg gegen Rüdersdorf brach seine Adduktorenverletzung wieder auf. Trainer Krämer erklärte am Donnerstag: "Es besteht noch eine Chance, dass wir das bis Samstag hinkriegen. Aber im Moment sehe ich es kritisch."

So oder so - Krämer muss umbauen. Eine wichtige Rolle dürfte Torsten Mattuschka einnehmen. Krämer schwärmte: "Torsten hat eine besondere Gabe. So, wie er manche Situationen auflöst, das können nicht viele." Außerdem habe sich Mattuschka zuletzt gegen die Stuttgarter Kickers "sensationell verhalten". Krämer betont: "So wie er die Mannschaft zusammengehalten und während des Spiels von draußen angeschoben hat, davor muss man den Hut ziehen. Dabei hätte er selbst sicher auch gern gespielt."

Das wird Mattuschka nun am Samstag dürfen - vermutlich gemeinsam mit Richard Sukuta-Pasu. Der Neuzugang steht vor seinem Drittliga-Debüt für Energie. Trainer Krämer bescheinigt dem Neuzugang eine gute Verfassung und berichtet: "Er macht einen körperlich recht stabilen Eindruck."