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| 15:57 Uhr

RUNDSCHAU-Schnellcheck
Energie verliert bei Wollitz-Rückkehr

Osnabrück. Energie Cottbus hat bei der Rückkehr von Trainer Claus-Dieter Wollitz zu seinem Ex-Club VfL Osnabrück keine Punkte mitgommen. Die Lausitzer verloren mit 1:3 (0:1). Das Spiel und die turbulente Schlussphase im RUNDSCHAU-Schnellcheck. Von Frank Noack

So fielen die Tore:
1:0 Heider (29.)
Nach der Flanke von Bashkim Renneke darf VfL-Kapitän Marc Heider im Sturmzentrum unbedrängt zum Kopfball hochsteigen. Der Ball geht gegen die Laufrichtung von Torhüter Avdo Spahic und schlägt im langen Eck ein.

Energie Cottbus in Osnabrück FOTO: Eibner-Pressefoto / Wedel /Eibner-Pressefoto

2:0 Farrona Pulido (83.)
Als Energie alles nach vorn wirft, um doch noch zum Ausgleich zu kommen, bringt der VfL einen Konter ins Ziel. Der eingewechselte Farrona Pulido trifft ins kurze Eck.

2:1 Viteritti (87.)
Kurz vor Schluss steht der Mittelfeldspieler am langen Pfosten und verkürzt.

3:1 Klaas (88.)

Energie will den Ausgleich und kassiert hinten erneut einen Konter.

So ging Energie ins Spiel: Tim Kruse (Anriss der Achillessehne) und Marcelo (Innenband-Anriss) können in diesem Jahr nicht mehr auflaufen. Mit Daniel Stanese (Mittelfußbruch) fällt auch ein möglicher Ersatz für das zentrale Mittelfeld langfristig aus. Um die Lücken zu schließen wurde das taktische System umgestellt. Energie setzte auf eine Dreierkette mit Kevin Weidlich, José-Junior Matuwila und Kapitän Marc Stein, der erstmals nach seinem Nasenbeinbuch wieder mitwirken konnten. Im defensiven Mittelfeld durfte der erst 18-jährige Leon Schneider an. Vorn stürmten Streli Mamba und Fabio Viteritti.

So verlief das Spiel: Der Tabellenfüher machte von Anfang an viel Druck und versuchte immer wieder, mit hohen Bällen ins Sturmzentrum zum Erfolg zu kommen. Energie konnte diese hohen Bälle eine halbe Stunde gut verteidigen, dann schlug es nach dem Kopfball von Heider ein. Nach vorn taten sich die Gäste in der 1. Halbzeit schwer. Der ein oder andere Konter über den schnellen Mamba - das war es bis zur Pause. Im Spielaufbau wurden die Impulse von Marcelo schmerzlich vermisst.

In der Pause erhielt das taktische Konzept dann eine grundlegende Überholung. Mit Dimitar Rangelov und Kevin Scheidhauer kamen zwei zusätzliche Offensivkräfte ins Spiel. Energie agierte jetzt mutiger, lief aber auch in Konter. In der 51. und 57. Minute verhinderte Spahic gegen Alvarez das 2:0. Trotzdem war Energie jetzt viel mutiger unterwegs und forderte den Tabellenführer.

Als Osnabrück in der Schlussphase durch Farrona Pulido das zweite Tor erzielte (83.), schien das Spiel gelaufen. Doch der Anschlusstreffer durch Fabio Viteritti (87.) machte noch einmal kurz Hoffnung. Die hielt dann allerdings nur eine Minute, das erneute Kontertor durch Klaas (88.) machte für die Gastgeber alles klar. Energie war in dieser Phase volles Risiko gegangen und hatte einige Torchancen, stand am Ende ber mit leeren Händen da. Daran war allerdings vor allem die überschaubare Leistung in der ersten Halbzeit schuld.

So sieht die Statistik aus:
VfL Osnabrück - Energie Cottbus 3:1 (1:0)

VfL Osnabrück: Körber – Renneke, Susac, Trapp, Engel – Blacha, Danneberg – Alvarez (84. Klaas) – Amenyido (68. Ouahim), Pfeiffer (68. Farrona Pulido), Heider.

Energie Cottbus: Spahic – Weidlich, Stein, Matuwila - Startsev (46. Rangelov), Schneider (46. Scheidhauer), Holthaus (78. Beyazit) - Gehrmann, Schlüter - Mamba, Viteritti.

Tore: 1:0 Heider (29.), 2:0 Farrona Pulido (83.), 2:1 Viteritti (87.) 3:1 Klaas (88.); Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsdorf); Zuschauer: 10 212; Gelbe Karten: Renneke, Heider / Mamba, Matuwila, Rauhut.

Liveticker zum Nachlesen: VfL Osnabrück – Energie Cottbus

So sieht es in der Tabelle aus: Energie rutscht auf Rang 15 ab und hat zwei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge.

So geht es weiter: Für Trainer Claus-Dieter Wollitz steht bereits das nächste Wiedersehen mit einem Ex-Verein auf dem Programm. Am kommenden Samstag geht es im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen. Wollitz spielte von 1996 bis 1998 für die Krefelder und startete dort auch seine Trainer-Karriere (2003/04). Anpfiff ist um 14 Uhr im Stadion der Freundschaft. Die RUNDSCHAU berichtet wieder im Liveticker.

David Biacha (l.) Streli Mamba rangeln um den Ball.
David Biacha (l.) Streli Mamba rangeln um den Ball. FOTO: osnapix / osnapix / Titgemeyer