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Schlüter schießt den FCE mit Geniestreich zum achten Sieg

Das Tor des Tages durch Lasse Schlüter.
Das Tor des Tages durch Lasse Schlüter. FOTO: Michael Hundt / Matthias Koch
Berlin. Achtes Spiel, achter Sieg: Trotz erheblicher Personalsorgen setzte sich Regionalliga-Tabellenführer Energie Cottbus am Samstagnachmittag beim Berliner AK mit 1:0 (0:0) durch. Ein Geniestreich brachte den Gästen am Ende einen Dreier, der jedoch hart umkämpft war. Frank Noack

So fiel das Tor: Lasse Schlüter traf in der 69. Minute nach toller Einzelleistung zur 1:0-Führung und damit zum Tor des Tages für den FC Energie. Der Linksverteidiger sprintete in den Strafraum, ließ mehrere Gegenspieler stehen und donnerte den Ball dann ins lange Eck - ein echter Geniestreich. Der Torschütze sagte nach dem Spiel am rbb-Mikrofon: "Man hat gesehen: Beide Mannschaften haben alles rausgehauen. Wir sind froh, dass wir das eine Tor gemacht haben. Dass wir wieder zu null gespielt haben, zeigt, wie stark wir als Mannschaft nach hinten arbeiten."

So ging Energie ins Spiel: Vor allem in der Offensive herrscht derzeit personeller Notstand. Neben dem langzeitverletzten Benjamin Förster (Riss des Sydesmosebandes) fällt mit Streli Mamba auch der Toptorjäger bis zu vier Wochen aus. Der Neun-Tore-Stürmer hat sich einen leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Felix Geisler muss aufgrund von Beschwerden in beiden Sprunggelenken ebenfalls vorläufig pausieren. Gegen den BAK rückte der erst 19-jährige Gabriel Boakye als einziger Stürmer in die Startformation.

So verlief die Partie: Die quirligen Gastgeber bereiteten dem Tabellenführer in der ersten Halbzeit erhebliche Probleme und versuchten immer wieder, in den Cottbuser Strafraum einzudringen. Energie tat sich vor 1357 Zuschauern dagegen schwer, das gewohnte Kombinationsspiel aufzuziehen. Schuld daran war sicher auch der holprige Rasen im Berliner Poststadion. Im Mittelfeld gingen jedenfalls viele Bälle zu schnell verloren. Die beste Chance der Gäste vor der Pause hatte Tim Kruse, der in der 36. Minute aus zwölf Metern frei zum Schuss kam. Sein Ball ging jedoch links unten am Tor vorbei. Auch nach dem Wechsel hatte der BAK zunächst mehr vom Spiel. Schlüter traf dann jedoch zur Führung für die Gäste. Danach hatte der FCE die Partie besser im Griff, spielte seine hervorragende Fitness aus und ließ kaum noch Berliner Chancen zu.

So sieht die Statistik aus:
Berliner AK - Energie Cottbus 0:1 (0:0)
BAK: Jakubov - Belegu, Becken, Linthorst (82. Sagat), Coskun - Sindik (70. Danko), Küc, Deniz - Pekdemir (84. Brügmann), Özcan, Yildirim.
Cottbus: Spahic - Startsev, Stein, Karbstein, Schlüter - Kruse - Weidlich, Zimmer (85. Matuwila), Marcelo, Viteritti (90.+3 Ziegenbein) - Boakye (80. Gehrmann).
Tore: 0:1 Schlüter (69.); Schiedsrichter: Patrick Kluge (Zeitz); Zuschauer: 1357; Gelbe Karten: Becken, Deniz, Küc / Karbstein.

So sehen es die Trainer:
Claus-Dieter Wollitz (Cottbus): "Das war ein interessantes Spiel gegen einen guten Gegner. Bis zur 60. Minute waren beide Mannschaften auf Augenhöhe. Dann konnten wir dank unserer Fitness zulegen."
Markus Zzsiesche (Berlin): "Wir wollten in diesem Spiel der Liga unsere Visitenkarte hinterlassen. Wir hatten viele gute Situationen über die Flügel, so macht Fußball Spaß. Abr müssen aus dieser Niederlage auch lernen."

Im Ticker zum Nachlesen: Berliner AK - Energie Cottbus

So sieht es in der Tabelle aus: Energie liegt damit weiter acht Punkte vor dem BFC Dynamo. Die Verfolger hatten bereits am Freitagabend vorgelegt. Der BFC gewann gegen Budissa Bautzen 5:0, Wacker Nordhausen setzte sich beim FSV Luckenwalde 2:0 durch. Lok Leipzig fertigte Oberlausitz Neugersdorf mit 3:0 ab.

So geht es weiter: Am Freitag spielt Energie gegen die Reserve von Hertha BSC. Anpfiff ist um 19 Uhr im Stadion der Freundschaft.

Und wie sehen Sie es? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zum Spiel!