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| 12:38 Uhr

RUNDSCHAU-Schnellcheck
Wollitz hoffnungsvoll: „Ein Dreier verändert alles“

FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus empfängt Preußen Münster und erhofft den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Die RUNDSCHAU fasst die PK von Trainer Wollitz im Schnellcheck zusammen. Von Jan Lehmann

Das Spiel: Der FC Energie empfängt am Samstag den SC Preußen Münster. Die Partie im Stadion der Freundschaft beginnt um 14 Uhr. Die RUNDSCHAU berichtet wie gewohnt im Liveticker bei LR-Online.

Der Gegner: Preußen Münster spielt eine starke Saison und hat als Tabellensiebter noch Kontakt zur Spitzengruppe. Die absolute Stärke der Preußen: Wenn sie einmal in Führung sind, dann gewinnen sie in dieser Saison auch das Spiel. Das war in diesem Spieljahr bereits elf Mal der Fall. Auch Energie Cottbus musste das im Hinspiel bitter erleben. Nach einem frühen Doppelschlag durch den Ex-Cottbuser Martin Kobylanski war die Partie schnell entschieden. Die schwere Verletzung von Daniel Stanese war zudem einer der ersten Rückschläge für Energie in dieser schwierigen Saison.

Die Personalsituation: Es gibt leichte Sorgen um Luke Hemmerich, der in Großaspach einen Schlag aufs Sprunggelenk bekommen hat. Dimitar Rangelov ist nach seinen Adduktorenproblemen zurück im Team. Mit Daniel Stanese (Aufbautraining nach Mittelfußbruch), Tim Kruse (Aufbautraining nach Achillessehnenanriss), Kevin Scheidhauer (Bronchitis/Reha-Training nach Schambeinentzündung), Maximilian Zimmer (Kreuzbandriss), Jonas Zickert (Probleme mit der Fußsohle), Philipp Knechtel (Oberschenkelprobleme) und Niklas Geisler (Mannschaftstraining nach Außenbandriss) fallen weiter sieben Spieler aus.

Die Trainer-Einschätzung: Claus-Dieter Wollitz bezeichnet Münster als „sehr gute Drittliga-Mannschaft, die sehr viel aus ihren Möglichkeiten“ mache. Wichtig sei es für Energie, die „Zulieferer“ für die Preußen-Offensive aus dem Spiel zu nehmen. Wollitz betont: „Wichtig ist, dass wir so spielen wie vergangene Woche. Wir spielen zu Hause, wir haben mit unseren neuen Spielern eine andere Stabilität. Wir haben in Großaspach das Gegenpressing gut vorbereitet, das Anlaufen der Gegner wird entscheidend sein.“ Er blieb dabei: „Ein Dreier verändert für uns alles.“ Über Angreifer Streli Mamba, der in Aspach etliche Großchancen vergeben hatte, wollte Wollitz nur positive Dinge sagen: „Stürmer leben gerade in so einer Situation von absolutem Vertrauen, brauchen nur lobende Worte, alles andere nützt nix“, so der FCE-Coach.

Und sonst noch? Der FC Energie hat die lange angekündigte Stelle eines Beauftragten für Vielfalt und Toleranz ausgeschrieben. Derjenige, der die hauptamtliche Tätigkeit übernimmt, soll laut Ausschreibung „die proaktiven Bemühungen des Vereins für ,Vielfalt und Toleranz‘“ koordinieren. Die Idee zu dieser Stelle war eine deutschlandweit beachtete Reaktion des Vereins auf rechtsextreme Ausschreitungen bei einem Cottbuser Auswärtsspiel in Babelsberg im April 2017. Der Verein verstärkt damit seine Bemühungen, die rechtsextremen Strukturen, die in der Fanszene immer noch vorhanden sind, zurückzudrängen.