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| 17:01 Uhr

RUNDSCHAU-Schnellcheck
Spiel gegen Carl Zeiss Jena: Energie-Niederlage durch umstrittenen Pfiff

 Laufduell zwischen Streli Mamba (l. und Justin Schau.
Laufduell zwischen Streli Mamba (l. und Justin Schau. FOTO: Imago Sportdienstfoto GmBH / Jan Huebner/Taeger, via www.imag
Jena. Energie Cottbus kassiert mit dem 1:2 (1:1) bei Carl Zeiss Jena eine nicht unverdiente, aber auch umstrittene Niederlage. Besonders zwei Szenen erhitzen die Gemüter. Die RUNDSCHAU fasst die Partie im Schnellcheck zusammen. Von Jan Lehmann

So fielen die Tore:

1:0 Maximilian Wolfram (4.)
Jenas Angreifer köpfte den Ball über die Linie, nachdem sich Keeper Kevin Rauhut und Fabian Holthaus in der FCE-Abwehr gegenseitig behindert hatten.

1:1 Justin Gerlach (12.)
Jenas Verteidiger hielt den Fuß ran und traf punktgenau ins Eck des eigenen Tores. Die Holthaus-Eingabe war sehr schwarf, hinter Gerlach lauerte Strelim Mamba.

2:1 Philipp Tietz (77./Foulelfmeter)
Nach dem Foul von Tim Kruse verwandelt der Jenaer Angreifer sicher links unten.

So ging Energie ins Spiel: Mit dem angeschlagenen Jürgen Gjasula (33 Jahre) und Tim Kruse (36) schickte Trainer Claus-Dieter Wollitz eine sehr erfahrene Mittelfeldzentrale in dieses Nervenspiel. Daniel Bohl fehlte gelb-gesperrt. Im Tor stand Kevin Rauhut, der nach seinen Fehlern gegen Köln zuletzt harsche Selbstkritik geübt hatte.

Vor dem Spiel qualmte es mächtig im prall gefüllten Gästeblock. 1350 Cottbus-Anhänger verschwanden im Rauch der Pyrotechnik. Auf der anderen Seite präsentierte der Carl-Zeiss-Block eine unschöne Choreografie, in der alle Energie-Fans als Nazis diffamiert wurden (“Cottbus not welcome“/Cottbus ist nicht willkommen).

So verlief das Spiel: Jena ging mit dem zweiten Angriff durch Wolfram früh in Führung (4.), schon wieder ein Fehlstart des FCE. Doch Energie sortierte sich schnell, als der Mittelfeldmotor angesprungen war, fiel sofort das 1:1. Gerlach lenkte die Holthaus-Eingabe ins eigene Netz (12.).

Danach hatte Cottbus das Mittelfeld über weite Strecken im Griff und durch Marcelo auch gute Möglichkeiten (29./33.). Doch den ersten Aufreger des Spiels gab es auf der anderen Seite. Ein Schuss von Manfred Starke prallte von der Lattenunterkante ins Cottbuser Tor - doch das Schirigespann gab den Treffer nicht (37.).

Jena protestierte und hatte kurz darauf die nächste Chance. Energie ging glücklich mit diesem Remis in die Kabine. Allerdings gab es einen Wermutstropfen: Keeper Rauhut musste verletzt ausgewechselt werden. Für ihn rückte nach dem Seitenwechsel wieder Avdo Spahic ins Tor.

Der Bosnier war schnell gefordert, lenkte einen Schuss von Jenas Kübler (57.) noch an den Pfosten.

Jena war nun klar besser, Energie hatte kaum noch Offensivaktionen. Der Elfmetertreffer durch Philipp Tietz (77.) war zwar völlig verdient, aber auch sehr umstritten. Tim Kruse Kruse soll Florian Brügmann am rechten Strafraumeck gefoult haben. Diese Szene sorgte ebenfalls für Diskussionen. Der FCE enttäuschte vor allem in der 2. Halbzeit.

So sieht die Statistik aus:
Carl Zeiss Jena – Energie Cottbus 2:1 (1:1)

Jena: Coppens - Grösch, Volkmer, Gerlach - Fl. Brügmann (82. Eismann), Kübler, Eckardt, Starke (75. Fe. Brügmann), Schau – Wolfram (75. Bock), Tietz. Trainer: Kwasniok

Cottbus: Rauhut (46. Spahic) – Weidlich, Matuwila, Müller, Holthaus – Kruse (80. Bender), Gjasula – Marcelo, Viteritti (64. Hemmerich) – Mamba, Rangelov. Trainer: Wollitz

Tore: 1:0 Wolfram (4.), 1:1 Gerlach (12./Eigentor), 2:1 Tietz (77. Foulelfmeter, Zuschauer: 6284; Schiedsrichter: Pascal Müller (Löchgau), Gelbe Karten: - / Kruse, Weidlich, Marcelo, Holthaus.

Der RUNDSCHAU-Liveticker zum Nachlesen: Carl Zeiss Jena - Energie Cottbus

So sieht es in der Tabelle aus: Energie liegt auf Rang 18 und hat zwei Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegszone. Jena liegt dank des ersten Heimsieges seit mehr als sechs Monaten nur noch drei Punkte hinter Cottbus und schöpft neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt.

So geht es weiter: Energie empfängt am Samstag den 1. FC Kaiserslautern. Das Hinspiel auf dem Betzenberg gewannen die Cottbuser vor allem dank eines bemerkenswerten Tores des damaligen Kapitäns Marc Stein mit 2:0.