ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:58 Uhr

RUNDSCHAU-Schnellcheck
Wollitz warnt vor Halles Wucht

FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Kann Energie Cottbus nach dem Sieg gegen Münster gleich nachlegen? Am Mittwoch geht es gegen Halle. Derweil gibt es Ärger um ein Banner im Cottbuser Stadion der Freundschaft. Die RUNDSCHAU fasst die PK von Trainer Wollitz im Schnellcheck zusammen. Von Jan Lehmann

Das Spiel: Energie Cottbus tritt am Mittwochabend beim Halleschen FC an. Anpfiff im Erdgas Sportpark ist um 19 Uhr. Die RUNDSCHAU berichtet im Liveticker.

Der Gegner: Der Hallesche FC schnuppert als Tabellendritter am Zweitliga-Aufstieg. Die Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner gewann am Sonntag mit 1:0 beim VfR Aalen. Im Hinspiel hatte Halle mit 2:1 gewonnen und damit den Cottbuser Heimnimbus gebrochen.

Die Personalsituation: Nach dem Heimsieg gegen Münster gibt es keine neuen Personalprobleme. Die Ausfallliste beim FCE bleibt aber weiterhin lang: Mit Daniel Stanese (Aufbautraining nach Mittelfußbruch), Tim Kruse (Aufbautraining nach Achillessehnenanriss), Kevin Scheidhauer (Reha-Training nach Schambeinentzündung), Maximilian Zimmer (Kreuzbandriss), Jonas Zickert (Lauftraining), Philipp Knechtel (Aufbautraining), Fabian Graudenz (schwerer Infekt) und Niklas Geisler (Innenbandriss) fallen acht Spieler aus.

Die Trainer-Einschätzung: Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz sagte am Montag: „Wir treffen in Halle auf eine der aggressivsten Mannschaften, die mit viel Wucht, klarer Struktur und vielen Emotionen sehr zielstrebig agiert.“ Den Heimsieg gegen Münster hakte er schnell ab und erklärte: „Wir wissen es richtig einzuordnen. Jetzt geht es darum, weiter Boden gut zu machen. Wir haben in Halle alle Möglichkeiten. Allerdings ist der Gegner eine der erfahrensten Mannschaften der 3. Liga.“

Und sonst noch: Beim Spiel am Samstag gegen Münster war ein Banner mit der Auschrift „Ruhe im Frieden Tommy“ im Stadioninnenraum präsentiert worden. Um dieses Banner gibt es nun Ärger, weil damit offenbar an den gestorbenen Chemnitzer Thomas H. erinnert wurde, der als Mitbegründer einer ehemaligen rechtsextremen Organisation galt.

Vor der Chemnitzer Regionalliga-Partie am Samstag gegen die VSG Altglienicke hatte es im Chemnitzer Stadion Trauerbekundungen vom Verein und während des Spiels auch von CFC-Angreifer Daniel Frahn gegeben. Am Montag nun hat Chemnitzer FC Strafanzeige gegen unbekannt erstattet. Wie der Klub mitteilte, sei die Anzeige am Montagmorgen bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz eingegangen. Der Chemnitzer Insolvenzverwalter Klaus Siemon erklärte: „Nach Aussagen der zuständigen Mitarbeiter drohten massive Ausschreitungen. Dieser Umstand begründet zumindest den Anfangsverdacht für eine schwerwiegende Nötigung, der von den zuständigen Ermittlungsbehörden aufzuklären ist", so Siemon, der zudem von der Androhung eines schwereren Landfriedensbruch sprach.

Für Energie Cottbus ist das genehmigte Banner im Innenraum des Stadion der Freundschaft nun ein Schlag gegen die Vereinsbemühungen um Vielfalt und Toleranz. Entsprechend verärgert ist man beim Verein über das kurzfristig beantragte Banner. FCE-Sprecher Stefan Scharfenberg-Hecht erklärte am Montag: „Das Banner wurde mit der Aussage, einem an Krebs verstorbenen Fan aus Chemnitz die letzte Ehre erweisen zu wollen, kurzfristig vor dem Spiel angemeldet und in der Folge zugelassen. Den Verantwortlichen war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, um welche Person es sich hierbei handelte. Mit dem im Nachgang bekannt gewordenen Informationen hätten die Verantwortlichen der Präsentation des Banners keinesfalls zugestimmt.“ Beim FCE wolle man diesen Vorgang intensiv besprechen, so Scharfenberg-Hecht. Er betonte: „Wir werden gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern den Vorgang auswerten und daraus Lehren ziehen. Es ist vielmehr offensichtlich geworden, dass selbst im Falle von Beileidsbekundungen die Inhalte intensiv geprüft werden müssen. Das werden wir künftig tun.“