ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:19 Uhr

RUNDSCHAU-Schnellcheck
Wollitz: „Uns stehen harte Wochen bevor“

FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus bereitet sich auf eine Partie im Abstiegskampf beim VfR Aalen (Sonntag, 14 Uhr). Außerdem wird auf die Verkündung des neuen Präsidenten gewartet. Die RUNDSCHAU fasst die Pressekonferenz von Trainer Claus-Dieter Wollitz im Schnellcheck zusammen.

Das Spiel: Energie Cottbus tritt am Sonntag beim VfR Aalen an. Anpfiff ist um 14 Uhr. Die RUNDSCHAU berichtet wie gewohnt im Liveticker bei LR-Online.

Der Gegner: Der VfR Aalen steckt als Vorletzter tief im Drittliga-Keller und ist gegen Cottbus fast schon zum Siegen verdammt. Die Schwaben mit dem jungen Trainer Argirios Giannikis (38) haben zu Hause erst zwei Spiele gewonnen und haben große Probleme in der Chancenverwertung. Zuletzt im Kellerduell bei Eintracht Braunschweig gab es zumindest ein kleines Erfolgserlebnis. Der späte Ausgleichstreffer von Marcel Bär in der 87. Minute zum 2:2 gab den Aalenern zumindest etwas Zeit zum Durchatmen.

Die Personalsituation: Bei Energie fehlen mit Tim Kruse (Achillessehnenanriss) Daniel Stanese (Mittelfußbruch) und Marcelo (Innenbandanriss) drei wichtige Spieler fürs zentrale Mittelfeld. Zudem ist Lasse Schlüter nach der fünften gelben Karte gesperrt. Jonas Zickert (Knieoperation) und Philipp Knechtel (Knieprobleme) sind ebenfalls nicht einsatzfähig. Auch Ersatz-Torhüter Kevin Rauhut muss wegen eines großen Blutergusses an der Wade wohl aussetzen. Für ihn würde Tim Stawecki mit nach Aalen fahren.

Die Trainer-Einschätzung: FCE-Coach Claus-Dieter Wollitz beschreibt Aalen als „eines der spielstärksten Teams der Liga“ – Zählbares habe der VfR daraus aber viel zu wenig gemacht. Nach den beiden Niederlagen gegen Osnabrück und Uerdingen bedauert er: „Wir hätten vier Punkte aus diesen beiden Spielen holen können.“ Nun müsse sein Team in Aalen wieder an die Leistungsgrenze gehen: „Jedes Spiel hat eine hohe Bedeutung. Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir unsere optimale Leistung bringen.“

Und sonst noch? Nachdem der scheidende Energie-Präsident Michael Wahlich in der RUNDSCHAU erklärte hatte, dass er keinen Spielraum für Wintertransfers sehe, betonte Wollitz am Freitag: „Wenn der Verein keinen Spielraum hat, dann nützt es auch nichts, sich mit Spielern zu beschäftigen. Ich hätte auch gern zwei weitere Investoren. Aber wir brauchen vor allem die Entschlossenheit. Und wir müssen unseren strategischen Partnern, unseren Sponsoren zeigen, dass sie existenziell wichtig für uns sind. Ansonsten ist hier bald ganz Schluss mit Profi-Fußball. Um diesen Standort zu festigen und entwickeln brauchen wir diese strategischen Partner. Aber wir stehen uns derzeit selbst im Weg, indem wir uns gegenseitig verärgern.“

Wollitz dürfte damit auch auch auf den Abgang von Präsident Wahlich und dessen Umstände angespielt haben. Wann der neue Präsident benannt wird, steht immer noch nicht fest. Er soll gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer verkündet werden. Wollitz erklärte mit Blick auf den Abgang des langjährigen Geschäftsführers Normen Kothe: „Lizenzierung, Abstiegskampf - uns stehen harte Wochen bevor.“