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| 12:30 Uhr

Energie-Trainer sauer über Innenraumsperre
Wollitz: „Fühle mich wie ein Schwerverbrecher“

 Trainer Claus-Dieter Wollitz und Energie spielen am Samstag gegen Kaiserslautern.
Trainer Claus-Dieter Wollitz und Energie spielen am Samstag gegen Kaiserslautern. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus muss ausgerechnet im wichtigen Heimspiel gegen Kaiserslautern auf Trainer Wollitz verzichten. Er übt scharfe Kritik an seiner Innenraumsperre. Die RUNDSCHAU fasst die emotionale Pressekonferenz im Schnellcheck zusammen. Von Frank Noack

Das Spiel: Energie Cottbus braucht nach dem Rückschlag in Jena unbedingt Punkte für den Klassenerhalt in der 3. Fußball-Liga. Die Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern wird am Samstag um 14 Uhr angepfiffen. Die RUNDSCHAU berichtet wie gewohnt im Liveticker aus dem Stadion der Freundschaft

Der Gegner: Der 1. FC Kaiserslautern erlitt mit der 0:1-Heimniederlage gegen Schlusslicht VfR Aalen einen überraschenden Rückschlag. Als Tabellenachter und elf Punkten Rückstand müssen sich die Pfälzer vom direkten Wiederaufstieg verabschieden. Zuvor gab es allerdings eine Serie von neun Partien ohne Niederlage. Allerdings steckt der Traditionsclub in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Etwa fünf Millionen Euro werden für die Lizenzierung für die kommende Saison noch benötigt. Ein Teil der Summe ist bereits aufgebracht. Hinter den Kulissen wird jedoch seit Monaten über den Einstieg eines Investors verhandelt.

Die Personalsituation: Der Einsatz von Marcelo de Freitas ist fraglich. Er hat Probleme mit dem großen Zeh und konnte in dieser Woche noch trainieren. Felix Geisler fällt wegen einer Oberschenkelverletzung aus. Gelbsperren drohen Streli Mamba (9 Verwarnungen), Dimitar Rangelov und Fabio Viteritti. Maximilian Zimmer (Kreuzbandriss) fällt bis zum Saisonende aus.

Die Trainer-Einschätzung: Claus-Dieter Wollitz wurde durch den DFB-Kontrollausschuss mit einer Innenraumsperre belegt. Grund: „fortgesetztes unsportliches Verhalten“ im Spiel in Zwickau, wo auch eine Plexiglasscheibe zu Bruch ging. „Mir wurden gerade die Handschellen abgenommen. Ich bin jetzt Freigänger“, sagte Wollitz bei der Pressekonferenz am Donnerstagmittag. Überaus emotional ergänzte er: „Ich fühle mich wie ein Schwerverbrecher. Ich bin noch nie als Trainer gesperrt worden. Mir wird die Arbeit entzogen, weil ich über das Ziel hinausgeschossen bin. Ich finde das beschämend. Es ist eine Beeinträchtigung im Abstiegskampf.“

Und sonst noch: Moritz Broschinski und Leon Schneider wurden durch Trainer Guido Streichsbier für die U19-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nominiert. Das Testländerspiel gegen Dänemark findet am kommenden Dienstag um 11.30 Uhr in Barsinghausen bei Hannover statt.