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| 18:17 Uhr

Auszeit
Gleiche Chancen wie die Löwen

Wann steigt das Finale um den Fußball-Landespokal zwischen dem SV Babelsberg und Energie Cottbus? Mit Blick auf das Sonderrecht in Bayern kann es dafür nur eine einzige vernünftige Lösung geben. Der RUNDSCHAU-Kommentar zum Tauziehen um den Final-Termin. Von Frank Noack
Es wird weiter um den Termin des Endspiels gerungen.
Es wird weiter um den Termin des Endspiels gerungen. FOTO: Steffen Beyer

Energie Cottbus will auf ­keinen Fall am 21. Mai das Landespokal-Finale gegen den SV Babelsberg bestreiten. Aus gutem Grund: Denn bereits drei Tage später steigt das Hinspiel um den Aufstieg in die 3. Liga. Die konkreten Paarungen werden an diesem Samstag ausgelost.

Nehmen wir mal an, Energie trifft am 24. und 27. Mai auf 1860 München. Die Löwen sind am Ostermontag im Viertelfinale des Bayrischen Landespokals gescheitert. Wirklich weh tut ihnen die Niederlage gegen die SpVgg Bayreuth aber nicht. Denn auch als Regionalliga-Meister sind sie ja für den lukrativen DFB-­Pokal qualifiziert. Kein Wunder also, dass Löwen-Trainer Daniel Bierofka Stars wie Sascha Mölders und Jan Mauersberger schonte und stattdessen eine B-Elf ins Spiel schickte.

Dass der Meister automatisch im DFB-Pokal spielt, ist ein bayrisches Sonderrecht und führt zu einer ungleichen Verteilung der Belastungen im Hinblick auf die Aufstiegsspiele. Während es sich 1860 leisten kann, den Landes­pokal abzuschenken, müssen andere Vereine bis zum Schluss in diesem Wettbewerb kämpfen.

Für den Fußball-Landesverband Brandenburg kann es deshalb nur eine vernünftige Lösung geben: Es ist ein Gebot der Fairness, den Endspiel-Termin entsprechend des Antrages von Energie Cottbus vorzuziehen! Alles andere wäre – auch mit Blick auf die Löwen – ein Bärendienst für den ostdeutschen Fußball.