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| 17:37 Uhr

Das Wort zum Spieltag
Energie Cottbus kämpft gegen sich selbst

 Am Ende fehlte Energie in Braunschweig ein einziges Tor zum Klassenerhalt.
Am Ende fehlte Energie in Braunschweig ein einziges Tor zum Klassenerhalt. FOTO: EIBNER/Michael Taeger
Energie Cottbus trifft im Pokal-Endspiel auf Optik Rathenow. Nach dem bitteren Abstieg ist dieses Finale eine mentale Herausforderung. Aber es gibt noch schlimmere ­­Dinge als Abstieg und Pokal­finale ­in­nerhalb von nur einer Woche. Der RUNDSCHAU-Kommentar zur Lage beim FCE. Von Frank Noack

Gibt es im Sport eigentlich noch schlimmere Dinge als einen Abstieg? Ja, gibt es: einen Abstieg und kurz danach ein Pokalfinale spielen zu müssen!

Energie Cottbus steht immer noch unter Schock. Der Abstieg aus der 3. Liga bedeutet nicht nur das Ende dieser Mannschaft, die sich in alle Winde zerstreuen wird. Der Abstieg könnte das Ende des Profifußballs in der Lausitz auf absehbare Zeit einleiten, wenn nicht ein Etat aufgestellt werden kann, der den Wiederaufstieg realistisch erscheinen lässt.

Bei allem gebotenen Respekt vor ­Finalgegner Optik Rathenow: Die Profis von Energie Cottbus müssen im Endspiel am Samstag  vor allem den Kampf gegen sich selbst gewinnen. Sie müssen für mindestens 90 Minuten die Abstiegsbilder aus Braunschweig aus dem Kopf und den Beinen bekommen.

Denn es gibt schlimmere ­­Dinge als Abstieg und Pokal­finale ­in­nerhalb von nur einer Woche: nämlich dieses wirtschaftlich so wichtige ­Finale zu verlieren.

 Frank Noack
Frank Noack FOTO: LR / Sebastian Schubert