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| 17:15 Uhr

Das Wort zum Spieltag
Der „Pisser“-Vorwurf und die Folgen

Schiedsrichter Lars Albert soll Energie-Kapitän Marc Stein beleidigt haben. RUNDSCHAU-Reporter Jan Lehmann sagt, warum dieser Ausrutscher womöglich zu verzeihen ist – der Verband bei diesem Schiri aber dennoch mal genauer hinschauen sollte.
Schiedsrichter Lars Albert wurde nach dem Spiel in Meuselwitz heftig vom FC Energie kritisiert.
Schiedsrichter Lars Albert wurde nach dem Spiel in Meuselwitz heftig vom FC Energie kritisiert. FOTO: WORBSER-Sportfotografie / Mike Worbs

Von Jan Lehmann

Ziemlich deftig: „Arroganter Pisser“ soll Schiedsrichter Lars Albert am Mittwoch zu Energie-Kapitän Marc Stein gesagt haben. Das erklärte der FCE-Profi

nach der Niederlage in Meuselwitz gegenüber der RUNDSCHAU und fügte frustriert dazu: „Das steht sicherlich nicht im Spielberichtsbogen – man kann es aber so aufnehmen.“ Klar, im Meuselwitzer Dauerregen und Eifer des ­Regionalliga-Gefechts kann selbst einem Schiedsrichter so etwas mal rausrutschen. Sollte es aber nicht. Dennoch: Wer hier gleich eine Sperre für den Schiri fordert – wie es einige RUNDSCHAU-Leser auf unserem Facebook-Kanal getan haben – hat noch nicht viele solcher hitzigen Partien selbst auf dem Spielfeld erlebt.

Also, Schwamm drüber? Nein! Dass die Cottbuser dem Schiedsrichter zudem vorwerfen, mit seiner abweisenden Art und seinen Gesten für unnötige Unruhe und Stress auf dem Spielfeld gesorgt zu haben, ist mehr als nur ein Lappalie. Da sollte der Verband durchaus mal genauer hinschauen – hier geht es schlichtweg um Qualität und Eignung eines Unparteiischen, der im A-Jugend-Bereich sogar schon Bundesliga-Spiele pfeifen darf.

Jan Lehmann
Jan Lehmann FOTO: Sebastian Schubert / LR