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| 14:54 Uhr

Kommentar
Die Zeichen stehen auf Scheidung

Cottbus. Das ist die nächste Farce im schwelenden Streit zwischen Energie Cottbus und den Verbänden. Die Anstoßzeit fürs Pokalfinale zeigt, dass das Tischtuch komplett zerschnitten ist. RUNDSCHAU-Reporter Jan Lehmann sagt in seinem Kommentar, dass es nur einen Ausweg geben kann. Von Jan Lehmann
FOTO: Jan Kuppert / ZB

Die Beziehung zwischen Energie Cottbus und den Verbänden ist offenbar komplett zerrüttet. Anders ist der Anstoßterminfürs Finale zwischen Babelsberg und Energie nicht zu erklären. Das findet nun am „Finaltag der Amateure“ am letztmöglichen Anstoßzeitpunkt statt.

Statt 12.30 Uhr oder 14.30 Uhr wird die Partie erst um 17 Uhr angepfiffen. Dabei hatten die Cottbuser zuvor schon mit Vehemenz darum gebeten, die Partie wegen der zeitlichen Nähe zum Aufstiegshinspiel zu verschieben. Vergeblich. Mit dem Vorwand, dass die Polizei unnötige Verkehrsbeeinträchtigungen in Potsdam verhindern wolle, war angeblich kein anderer Spieltermin möglich.

Es wäre nun zumindest eine versöhnliche Geste vom DFB sowie vom brandenburgischen Landesverband FLB gewesen, den Cottbusern einen frühen Anstoß und damit etwas mehr Regenerationszeit und weniger Reise-Stress zu gönnen. Doch über den Status „versöhnungsbereit“ ist man in dieser Beziehung offenbar hinaus. Stattdessen stünden eigentlich alle Zeichen auf Scheidung. Wenn das  im Fußball mal so einfach wäre.

Stattdessen müssen die Cottbuser mit der Willkür des Verbandes leben. Einziger Ausweg: Vertreter und Anhänger des FCE könnten sich im FLB um höhere Ämter bewerben, um so ihrem Club eine größere Lobby zu verschaffen und den Beziehungsstatus zumindest auf „es ist kompliziert, aber beide geben sich Mühe“ zu stellen.

Jan Lehmann
Jan Lehmann FOTO: Sebastian Schubert / LR