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| 18:20 Uhr

Fußball
„Wir haben viel Respekt, aber keine Angst“

Kevin Weidlich (l.) freut sich auf die 3. Liga.
Kevin Weidlich (l.) freut sich auf die 3. Liga. FOTO: Steffen Beyer
Energie-Profi Kevin Weidlich spricht im RUNDSCHAU-Interview über den Neuanfang des Aufsteigers in der 3. Liga und den Teamgeist bei möglichen Rückschlägen. Von Jan Lehmann

Kevin Weidlich, für Sie und viele Ihrer Kollegen ist die 3. Fußball-­Liga Neuland. Sind Sie gewappnet für dieses Abenteuer?

Weidlich Wir gehen dafür mit voller Begeisterung in die Saison. In unserer ­Kabine sind viele Jungs dabei, die die 3. Liga noch nicht erlebt haben. Wir haben deshalb viel Respekt vor dieser Liga, aber keine Angst.  Wir wissen schließlich auch, welche Qualitäten wir haben. Aber wir wissen natürlich auch, wo wir uns noch verbessern können.

Wo konkret erwarten Sie auf dem Spielfeld Unterschiede zur Regionalliga?

Weidlich Das haben wir ja schon in den Testspielen gegen Drittligisten gemerkt: Spiele werden oft über Standards entschieden, dafür müssen wir gewappnet sein. Die 3. Liga ist zudem auch noch mehr von der Taktik geprägt. Das liegt sicher auch daran, dass dort Trainer mit noch besseren Qualifikationen arbeiten.

Energie hat jetzt zwei Jahre lang fast jedes Spiel als Favorit bestritten, hatte viel Ballbesitz und der Gegner hat abgewartet. Kann das die Mannschaft jetzt auch andersherum?

Weidlich Darauf wird uns der Trainer schon einstellen. Aber genau auf diese neuen Aufgaben freuen wir uns. Wir sind hungrig, wir sind bereit. So ein Start gegen Rostock ist klasse für uns. Wir wollten alle in diese 3. Liga. Jetzt müssen wir schauen, was wir Woche für Woche abliefern können. Unsere Spielart wird sich sicherlich nicht sonderlich verändern, wir ­wollen weiter unseren Stil durchziehen.

Kann Energie trotzdem wegen der fehlenden Erfahrung zu grün für diese Liga sein?

Weidlich Ich hoffe es nicht. Aber es ist uns ­allen klar, dass wir mehr als nur ein Spiel verlieren werden.

Es wird diese Rückschläge geben. Ist der von allen Seiten so gelobte Teamgeist in dieser Mannschaft auch dafür stark genug?

Weidlich Das glaube ich auf alle Fälle. Aber natürlich weiß man das erst dann, wenn es mal nicht so gut läuft. Mit Marc Stein oder Tim Kruse haben wir ja auch erfahrene Jungs dabei. Die haben schon höherklassig gespielt und können uns sicher auch das Richtige vermitteln. Beispielsweise, dass nicht gleich die ganze Saison schlecht ist, weil man zweimal hintereinander verliert. Wir müssen vor allem intern wissen, was wir wollen.

Was wünschen Sie sich persönlich für diese Saison?

Weidlich Ich wünsche dem Verein und der  Mannschaft, dass Cottbus wieder einen Namen im deutschen Fußball bekommt. Das verdienen die Region und die Fans. Cottbus muss wieder als fußballbegeisterte Stadt in alle Munde sein. Ich hoffe, dass wir von den negativen Schlagzeilen wegkommen.