ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 08:05 Uhr

RUNDSCHAU-Gegnercheck
Energie-Gegner Uerdingen probiert es mit Trainer Nummer fünf

FOTO: DPA / Erwin Scheriau
Cottbus. Energie Cottbus tritt am Sonntag beim Chaos-Club KFC Uerdingen an. Heiko Vogel gibt sein sein Debüt an der Seitenline - es ist der fünf Trainer in dieser Saison. Kann er dem hochkarätigen Kader zum Erfolg verhelfen? Von Jan Lehmann

Die Form: Aus den letzten vier Spielen zwei Siege, das ist schon bemerkenswert für den KFC Uerdingen, der das schlechteste Team der Drittliga-Rückrunde ist. Noch zur Halbserie hatte die Mannschaft mit dem damaligen Trainer Stefan Krämer auf Rang drei gestanden.

Das Hinspiel: Im Stadion der Freundschaft verlor Energie nach Toren von Beister (76.) und Litka (80.) mit 0:2. Im ersten Abschnitt konnte der FCE noch gut mithalten, nach der Pause setzte sich der KFC mit seiner individuellen Klasse durch.

Der Kader: Das Team um Weltmeister Kevin Großkreutz und viele andere ehemalige Erstliga-Profis ist wohl die teuerste Mannschaft der 3. Liga – aber nicht die beste. Etwa acht Millionen Euro soll der Etat der Krefelder betragen, die finanziellen Grenzen scheinen noch nicht erreicht zu sein. Friedhelm Funkel, ein Uerdinger Urgestein und mit Fortuna Düsseldorf in der 1. Bundesliga erfolgreich, kritisiert in „Bild“: „Es wird nicht nachhaltig gedacht. Es werden Spieler geholt, die ihren Zenit überschritten haben. Das merkt man jetzt. Mit dieser Mannschaft kann kein Trainer der Welt aufsteigen.“

Die Ex-Cottbuser: Christopher Schorch (30) war zu Jahresbeginn suspendiert worden und hat inzwischen für kommende Saison beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken unterschrieben. Damit ist der Senftenberger Alexander Bittroff (30) der einzig verbliebene Ex-Cottbuser in Uerdingen. Nach einem Syndesmosebandriss kämpft er sich nun als Einwechselspieler zurück.

Der Trainer: Heiko Vogel (43) ist bereits der fünfte KFC-Trainer in dieser Saison. Der alleinherrschende KFC-Präsident Mikhail Ponomarev erklärte bei dessen Vorstellung: „Wir würden auch 18 Mal den Trainer wechseln, wenn es notwendig wäre, um das Ziel zu erreichen.“ Vogel, der beim FC Bayern im Nachwuchs gearbeitet hat und später mit dem FC Basel in der Champions League unterwegs war, weiß also, was ihn in Krefeld erwartet.