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| 10:18 Uhr

RUNDSCHAU-Gegnercheck
Meppen ist DAS Team des Drittliga-Winters

 Mit Nick Proschwitz haben die Meppener im Oktober einen echten Torjäger verpflichtet.
Mit Nick Proschwitz haben die Meppener im Oktober einen echten Torjäger verpflichtet. FOTO: Eibner Pressefoto / Bert Harzer/ Eibner-Pressefoto
Cottbus. Energie Cottbus steht am Samstag beim SV Meppen eine schwere Aufgabe bevor. Die Emsländer sind DAS Team des Drittliga-Winters. Die RUNDSCHAU macht den Gegnercheck. Von Jan Lehmann

Die Form: Der SV Meppen hat sich im Abstiegskampf schon einiger Sorgen entledigt. Mit fünf Siegen aus den letzten sieben Spielen sind die Emsländer wohl das Team dieses Drittliga-Winters. Zuletzt gab es zwei Last-Minute-Erfolge gegen den KFC Uerdingen (3:2) und beim VfR Aalen (2:1).

Das Hinspiel: Per Elfmeter war Energie durch Fabio Viteritti (15. Minute) beim Hinspiel im August im Stadion der Freundschaft in Führung gegangen. Danach schafften es die Cottbuser nicht, Meppen stärker unter Druck zu setzen. In einem turbulenten Spiel wurde den Gästen ein reguläres Tor durch den Weitschuss von Nico Granatowski (55.) nicht anerkannt. Auf der anderen Seite zählt ein Treffer von Streli Mamba (59.) wegen Abseits fälschlicherweise auch nicht. Bitter, aber nach dem Spielverlauf verdient: Granatowski schießt der dritten Minute der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich.

Der Kader: Mit Nick Proschwitz verpflichteten die Meppener im Oktober einen vertraglosen Angreifer, der in Paderborn schon als Zweitliga-Torjäger aufgetrumpft hatte. Zudem sammelte Proschwitz Erstliga-Erfahrungen bei Sparta Rotterdam in den Niederlanden und dem VV St. Truiden. In der zweiten englischen Liga war er bei Hull City und dem FC Brentford im Einsatz. Proschwitz erwies sich als entscheidender Transfercoup für Meppen: der gebürtige Weißenfelser hat inzwischen acht Tore aus zwölf Spielen auf dem Konto.

Der Trainer: Christian Neidhardt (50) ist ein guter Bekannter von Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz (53). Die beiden spielten einst gemeinsam beim Vfl Osnabrück. Später trainierte Wollitz als Coach in Osnabrück Neidharts Sohn Nico. Neidhart ist in Meppen das sechste Jahr im Amt. Das Vertrauen in den Aufstiegstrainer ist groß, er hat noch einen Vertrag bis 2021.

Die Ex-Cottbuser: Zumindest ein Spieler wäre beinahe beim FCE gelandet. René Guder, der gegen Cottbus in den Aufstiegsspielen bei Weiche Flensburg auf sich aufmerksam gemacht hatte, war vor Saisonbeginn in der Lausitz, um sich die Gegebenheiten anzuschauen. Dann entschied er sich jedoch zu einem Wechsel zum SV Wehen Wiesbaden. Weil er sich dort nicht durchsetzen konnte, ging er im Winter nun nach Meppen. Für Energie wäre dieser Transfer dem Vernehmen nach nicht zu bezahlen gewesen.