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| 07:25 Uhr

RUNDSCHAU-Gegnercheck
Uerdingen kommt mit viel Liebe und großen Namen

FOTO: Eibner Pressefoto / EIBNER/Michael Bermel
Cottbus. Energie Cottbus empfängt am Samstag den KFC Uerdingen. Der Rivale aus Krefeld kommt mit großen Namen und viel Liebe in die Lausitz. Die RUNDSCHAU macht den Gegnercheck. Von Jan Lehmann

Die Form: Nach drei Niederlagen in Folge hat der KFC Uerdingen im November wieder die Kurve gekriegt. Nach den beiden Siegen gegen die Kellerkinder Eintracht Braunschweig (2:0) und VfR Aalen (2:0) liegt der KFC in der Drittliga-Tabelle nur einen Punkt hinter den Aufstiegsrängen. Energie muss aufpassen. Uerdingen ist mit bereits fünf Siegen das beste Auswärtsteam der Liga.

Der Kader: Geld spielt beim KFC und dessen russischen Präsidenten Mikhail Ponomarev offenbar keine Rolle. Zuletzt hatten die Uerdinger mit der Verpflichtung des langjährigen Kölner Verteidigers Dominic Maroh gezeigt, dass sie es wirklich ernst meinen. Etwa acht Millionen Euro soll der Etat der Krefelder betragen, inzwischen haben sie elf Akteure mit Erstliga-Erfahrung in ihren Reihen, darunter Weltmeister Kevin Großkreutz oder der einstige HSV-Profi Maximilian Beister. Der langjährige Frankfurter Torjäger Stefan Aigner (6 Saisontore) ist gelbgesperrt. Zudem fällt Angreifer Ali Imrahimaj (3 Tore) wegen einer Muskelverletzung länger aus.

Der Trainer: Stefan Krämer (51) hat Energie vom Juli 2014 bis zum September 2015 trainiert. Im März 2018 hat er den KFC übernommen und in den von Ausschreitungen überschatteten Aufstiegsspielen gegen Waldhof Mannheim in die 3. Liga geführt. Dank der finanziellen Möglichkeiten seines Clubs kann Krämer nun sogar von seiner Rückkehr in die 2. Bundesliga träumen. Dorthin hatte er es 2013 mit seinem Herzensclub Arminia Bielefeld geschafft. Auch Cottbus ist Krämer weiterhin zugeneigt. Gegenüber der RUNDSCHAU erklärte er: „Mir liegt nach wie vor viel an Cottbus. Ich hatte eine schöne Zeit in der Lausitz.“

Die Ex-Cottbuser: Mit Alexander Bittroff und Christopher Schorch kommen zwei ehemalige Cottbuser Publikumslieblinge zurück nach Cottbus. Bittroff, der aus Senftenberg stammt und in der Lausitzer Sportschule groß geworden ist, wurde 2013 sogar zum Energie-Fußballer des Jahres gewählt. Er sagte gegenüber „Liga-drei“: „Ich war praktisch mein halbes Leben bei Cottbus. Seit ich zwölf war habe ich dort gespielt, bin zur Schule gegangen und habe dort gelebt. Meine ersten Schritte im Profifußball habe ich dort gemacht, habe fast 14 Jahre dort Fußball gespielt. Das ist meine Heimat.“ Christopher Schorch, der 2011/12 und 2015/16 zwei Spielzeiten bei Energie verbrachte, hatte viel Freunde unter den FCE-Fans. Das damals entscheidenden Spiel gegen Mainz II, als Energie nach der 2:3-Niederlage in die 4. Liga abstieg, hatte Schorch wegen einer Gelbsperre auf der Nordwand miterlebt. Später versuchten die Anhänger sogar vergeblich, den Verein mit einer Online-Petition dazu zu bringen, den Verteidiger auch für den Neuaufbau in der Regionalliga zu verpflichten. Schorch betont noch heute: „Energie ist meine alte Liebe.“