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Rückkehr des Torjägers

Nach schier endlosen 1141 Minuten ohne Zweitliga-Treffer meldete sich Boubacar Sanogo endlich wieder als Torschütze für den FCE zurück. Der Ivorer sagte zwar: "Wir haben verloren, deshalb kann ich mich nicht über das Tor freuen.

Diese Niederlage tut weh." Doch eine kleine Erlösung war das Tor für den 31-Jährigen allemal. Schließlich hat er nicht nur wegen der Torflaute eine schwierige Zeit hinter sich. In Cottbus war an seiner Loyalität gezweifelt worden. Trainer Stephan Schmidt hatten den ehemaligen Top-Torjäger deshalb sogar auf die Tribüne verbannt.

Dessen Nachfolger Jörg Böhme holte Sanogo zurück ins Team - und der rechtfertigte das Vertrauen. Gegen Köln zeigte er nicht nur wegen seines Treffers seine stärkste Leistung seit langer Zeit. Sanogo forderte die Bälle, hatte sogar die meisten Cottbuser Ballkontakte (58). Er beschäftigte die Kölner Abwehrreihe, gewann viele Kopfballduelle, rackerte in den Zweikämpfen, gab sieben Torschüsse ab.

Der 31-Jährige lieferte den Beweis: Sanogo kann in der 2. Liga noch immer den Unterschied ausmachen. Und der Angreifer scheint auch wieder an das Wunder zu glauben: "Mit dieser Leistung reicht es noch für uns."