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| 14:47 Uhr

Fußball
Regionalliga Nord(fr)ost muss 40 Spiele nachholen

Nie Regionalliga ist wieder auf Eis gelegt - und damit auch die Wettbewerbsgerechtigkeit.
Nie Regionalliga ist wieder auf Eis gelegt - und damit auch die Wettbewerbsgerechtigkeit. FOTO: LR
Cottbus. Nach dem Wintereinbruch kommt die Regionalliga Nordost immer mehr in Terminnöte. FCE-Trainer Wollitz erneuert seine Kritik am Spielplan – und der April wird proppevoll.

Von Jan Lehmann

Nach dem neuerlichen Wintereinbruch wird die 4. Liga schon wieder zur Regional­liga Nord(fr)ost. Nach der Absage der Partie von Energie Cottbus bei Hertha BSC II hat Trainer Claus-Dieter Wollitz seine Kritik am Nordostdeutschen Fußballverband erneuert. Wollitz erklärte gegenüber der RUNDSCHAU: „Ich verstehe nicht, warum sich der Verband gegen englische Wochen im Herbst sträubt, mit der Begründung dass auch Feierabend-Fußballer in dieser Liga spielen. Im Winter sind sie dann ohnehin zu englischen Wochen gezwungen – und die Bedingungen sind weitaus schlechter.“ Die RUNDSCHAU erklärt, warum die Regionalliga in immer größere Terminnöte gerät.

So lief der Tiefkühl-Spieltag: Nur zwei Partien wurden am Wochenende ausgetragen. Am Freitagabend absolvierte der BFC Dynamo bei Eiseskälte sein Heimspiel gegen Auerbach (2:1) im Berliner Ludwig-Jahn-Sportpark, der dann am Samstag vom Berliner Senat für das Spiel von Hertha II gegen den FC Energie gesperrt wurde. Luckenwalde verlor am Samstag auf Kunstrasen gegen Viktoria Berlin mit 2:3.

Dann wird nachgeholt: Wann die am Wochenende ausgefallenen Partien nachgeholt werden sollen, steht noch nicht fest. Bei Energie ist es wahrscheinlich, dass es am 4. oder 11. April der Fall sein wird – die einzigen freien Mittwochs-Termine im Cottbuser Spielplan. Wollitz betont: „Man muss sehen, ob das koordiniert werden kann, weil ja alle Teams so viele Nachholespiele haben.“

So eng ist der Terminplan: Die Regionalliga muss insgesamt schon 40 Spiele nachholen, das sind mehr als vier komplette Spieltage. Das Problem: Vier Teams sind bereits mit sechs Spielen im Rückstand. Und ob am kommenden Mittwoch die angesetzten Nachholspiele tatsächlich angepfiffen werden können, ist angesichts der Wettervorhersagen ziemlich ungewiss. Und so wird der Terminplan immer enger. Bis zum Saisonende hat die Liga nur noch acht Mittwochs-Termine und das Landespokal-Wochenende als Ausweichtermine frei.

Das kritisiert Wollitz: Schon 2017 hatte der Energie-Trainer eine Wettbewerbsverzerrung durch die vielen Spielausfälle hart kritisiert und sogar einen Streik aller Viertligisten angedacht. Er fordert weiterhin: „Wenn, dann müssen alle Spiele abgesagt und gemeinsam nachgeholt werden.“ Er gibt zu bedenken: „In den Nachholespielen entscheidet sich unter anderem die Abstiegsfrage. Da ist es sehr wichtig, dass es gerecht zugeht.“ Da den Teams allein im Monat April nun bis zu neun Spiele bevorstehen, liegt diese Wettbewerbsgerechtigkeit aber auf Eis.