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Fußball-Fans
Größte FCE-Fan-Gruppe gibt auf

Cottbus. Die Cottbuser Fußballfans von Ultima Raka 2002 sehen sich durch die vom Verfassungsschutz als gewaltbereit eingestufte Gruppierung Inferno Cottbus bedroht. Nun reagiert Ultima Raka mit einer Mitteilung, die Folgen für die Spiele des FC Energie Cottbus hat. Christian Taubert

Es wird leiser und weniger bunt bei Spielen des Cottbuser Fußball-Viertligisten Energie Cottbus. Denn die größte Fan-Gruppe „Ultima Raka 2002“ stellt ihre Aktivitäten als Gruppierung auf den Rängen ab sofort ein. Es wird weder eigene Banner noch Trommelwirbel geben. Nach RUNDSCHAU-Recherchen wird die Gruppe seit geraumer Zeit bedroht, aus der eigenen Fanszene. Die vom Brandenburger Verfassungsschutz als rechtsextrem und gewaltbereit eingestufte Gruppe „Inferno Cottbus“ soll dafür verantwortlich sein. Wie „Ultima Raka 2002“ jetzt auf seiner Web-Seite mitteilt, sehe die Fan-Gruppe nach Gesprächen mit anderen Akteuren keine Möglichkeit, „unser Fandasein weiterhin frei nach unseren Vorstellungen auszuleben“.

Auslöser für den Rückzug als Gruppierung soll nach Informationen der „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ (PNN) ein Treffen von Vertretern verschiedener Fangruppen Ende August gewesen sein. Dort sollen Vertreter von „Inferno Cottbus“ gefordert haben, dass alle Gruppen künftig in einem neuen Zusammenschluss aufgehen – und Inferno in diesem die Regeln vorgibt. „Ein Vorteil für die mit einem Erscheinungsverbot im Energie-Stadion belegte Hool-Truppe“", heißt es in der PNN, „Sie hätte wieder ein Gruppenemblem, mit dem sie sich öffentlich präsentieren könnte.“

Gleichzeitig würden die anderen Fangruppen in der Allianz für Inferno eine Schutzfunktion haben – ein neues Erscheinungsverbot wäre so nur schwer durchzusetzen. Gegen 47 Personen aus der „Inferno“-Szene hatte der FCE Stadionverbote verhängt, „Inferno“ und „Unbequeme Jugend“ dürfen im Stadion der Freundschaft als Gruppe nicht mehr auftreten.