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| 19:13 Uhr

Fußball
Rangelov warnt Energie: „Wir laufen zu viel“

Dimitar Rangelov setzt sich gegen Jena durch.
Dimitar Rangelov setzt sich gegen Jena durch. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Einstand nach Maß für Dimitar Rangelov: Im ersten Spiel nach der Rückkehr zu Energie Cottbus erzielt er beim 2:1-Sieg gegen Jena gleich sein ­erstes Tor. Alles gut? Nicht ganz! Von Frank Noack

Nach dem Spiel gegen Jena gab Dimitar Rangelov (35) einen Einblick in sein Gefühlsleben nach der Rückkehr zu Energie Cottbus. Er spricht über...

...den Sieg im Kellerduell gegen Jena.

„Es war ein wichtiger Sieg für uns. Aber es war auch ein schweres Spiel. Ich glaube, wir sind eine ­richtig gute Mannschaft, auch wenn wir das nicht immer gezeigt haben. Ich wünsche mir, dass die Zeiten ganz schnell wiederkommen, wo wir richtig guten Fußball spielen, um vor allem die Heimspiele gewinnen zu können.“

...sein Kopfballtor zum 2:0.

„Es ist unglaublich. Es ist ein ­super Gefühl, wieder hier zu sein und sofort ein Tor zu schießen. Das habe ich mir nicht erträumt, dass es gleich im ersten Spiel so gut ­funk­tioniert. Aber ich bin glücklich, dass es so gekommen ist.“

...die Rückkehr nach Cottbus.

„Es ist ein schönes Gefühl, wieder hier zu spielen. Schön, dass alles so gekommen ist. Ich bin den Leuten sehr dankbar, dass sie mich so empfangen und akzeptiert haben. Mein letztes Tor hier lag ja schon sechs Jahre zurück – damals gegen ­Union Berlin.“

...den Auftritt des Teams gegen Jena.

„Wir müssen uns etwas besser ­positionieren. Ich bin der Meinung, wir laufen viel zu viel – aber ohne Sinn. Wenn wir uns besser po­sitionieren, ist es viel einfacher. Dann werden wir uns auch viel mehr Torchancen erarbeiten können.“

...seinen aktuellen Leistungsstand. Das letzte Pflichtspiel hatte Rangelov im Mai bestritten.

„Ich fühle mich gut, es ist alles okay. Ich denke, das waren erst 80 Prozent von dem, was ich spielen kann. Aber das kommt schon noch. Ich fühle mich immer noch gut in Form. Wenn ich selbst merke, dass ich nicht mehr kann, dann ist Schluss. Aber zurzeit fühle ich mich wirklich noch gut.“ 

...die mehrere Tage dauernden Vertragsverhandlungen mit Energie.

„Geld war nie die Frage zwischen mir und Energie Cottbus. Ich bin mir sicher, dass es zwischen uns nie Geldprobleme geben wird. Alle, die denken, dass ich zu viel verlangt habe, die denken falsch. Glauben Sie mir, es ist nicht so.“

...die Verbundenheit zur Region. ­Seine Frau stammt aus der Lausitz.

„Vor vier Jahren habe ich mir hier ein Haus gekauft. Ich fühle mich ganz glücklich hier. Aber ich wollte trotzdem weiter Fußball spielen. Umso schöner ist es, dass es hier in Cottbus geklappt hat. Ich werde alles dafür tun, dass wir gemeinsam unsere Ziele erreichen. Ich bin einfach glücklich hier. Nur so kann man Leistung bringen.“

Energie Cottbus - Jena FOTO: Steffen Beyer