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| 16:25 Uhr

Fußball
Pokalübergabe für Energie vorerst geplatzt

FOTO: dpa / Jan Kuppert
Cottbus. Energie Cottbus muss wohl doch länger als vermutet auf die Übergabe des Landespokals warten. Der Fußball-Landesverband Brandenburg hat sich gegen eine Übergabe am Sonntag entschieden. Von Jan Lehmann

Wegen der Randale im Babelsberger Block hatten die Cottbuser nach dem Sieg im Fußball-Landespokal beim SV Babelsberg den Pokal nicht in die Höhe stemmen können. Die Siegerehrung, die ursprünglich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Siegfried Kirschen, Präsident des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB), übernehmen wollten, konnte aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden.

Am Montag hieß es noch im Karl-Liebknecht-Stadion, dass Energie den Pokal nun am Sonntag beim Aufstiegsrückspiel gegen den SC Weiche Flensburg bekommen soll. Der FCE tritt dort um 14 Uhr gegen den Meister der Regionalliga Nord an und hofft darauf, die Rückkehr in die 3. Liga zu schaffen. Doch davon ist der FLB nun wieder abgerückt. In einer Pressemitteilung heißt es: „Entgegen anders lautender Pressemeldungen wird die Ehrung für den Sieg im AOK-Landespokalfinale nicht am kommenden Sonntag, 27. Mai 2017, nachgeholt. Verein und Verband sind der Überzeugung, dass die Würdigung des Sieges im Pokalwettbewerb die volle Aufmerksamkeit verdient. Vor Anstoß des Rückrundenspiels in der Relegation werden und sollten Spieler sowie Trainer ihre volle Konzentration und Aufmerksamkeit dem Spiel widmen. Im Falle eines Aufstiegs wird es im Stadion der Freundschaft voraussichtlich kein Halten mehr geben. Momentan ist der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) mit beiden Vereinen in der Terminabstimmung für die Pokalübergabe an Sieger und Finalisten.“

Derweil hat sich der SV Babelsberg beim Verband und bei Energie Cottbus entschuldigt. Die Potsdamer schreiben auf ihrer Internetseite: „Wir haben uns gemeinsam mit Ihnen auf ein spannendes und friedliches Finale gefreut. Wir bedauern zutiefst, dass einige Chaoten dieses Fußballfest missbraucht haben, die Werte unseres Vereins zu diskreditieren. Dieses Verhalten ist in jeder Beziehung inakzeptabel. Wir werden alles daran setzen diese Vorgänge aufzuklären, um entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Wir bedanken uns bei denjenigen Zuschauern, die während der Vorkommnisse zum Ende des Spiels sowohl eine klare Position gegen diese Chaoten zum Ausdruck gebracht haben und auch durch ihr Verhalten dafür sorgten, dass es nicht zu weiteren Ausschreitungen oder Verletzten kam.“