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"Papa" da Silva will die Liga spannend machen...

FCO-Trainer Vragel da Silva.
FCO-Trainer Vragel da Silva. FOTO: FuPa Brandenburg
Cottbus/Neugersdorf. Nach der Heimniederlage gegen den BAK muss Energie Cottbus jetzt dem FC Oberlausitz Neugersdorf ganz fest die Daumen drücken! Mit einem Achtungserfolg heute gegen Regionalliga-Tabellenführer Jena würden Trainer Vragel da Silva und der FCO dem FCE einen großen Dienst erweisen. Da Silva verspricht, na klar, vollen Einsatz. Frank Noack

Natürlich hat Vragel da Silva (42) die bittere 1:2-Niederlage seines Ex-Vereins am Samstag gegen den Berliner AK genau registriert. Und "Papa", wie der Brasilianer hier in der Lausitz genannt wird, weiß um die Konstellation in der Tabelle. Viele Augen sind heute auf das Heimspiel von Oberlausitz Neugersdorf gegen den FC Carl Zeiss Jena (Beginn um 14.05 Uhr) gerichtet. Jena führt mit 29 Punkten die Tabelle souverän an. Es folgen der BAK (24) und Energie (22) auf den Plätzen zwei und drei. "Ich kann versprechen, dass wir gegen Jena alles geben werden", sagt da Silva der RUNDSCHAU. "Wir werden für uns kämpfen, aber natürlich auch, um die Liga spannend zu halten."

"Ich kann versprechen, dass wir gegen Jena alles geben werden."

Sollte Jena nämlich in Neugersdorf gewinnen, würde der Abstand zum FC Energie nach dem 12. Spieltag bereits zehn Punkte betragen. In der Niederlausitz muss man heute also den Oberlausitzern die Daumen drücken! Da Silva hat von 2001 bis 2009 in Cottbus gespielt und stand dabei stets für kompromisslosen Einsatz an der Grenze des Erlaubten. Danach war er als Trainer im Nachwuchsbereich beschäftigt.

Die heutige Aufgabe ist allerdings richtig schwer. Denn Jena hat in dieser Saison erst ein Gegentor hinnehmen müssen. Und Jena hat in den zehn Duellen gegen Neugersdorf nur ein Mal verloren: im Mai 2003 (0:1 im Heimspiel). Allerdings könnte der FCO mit einem Heimsieg selbst den Anschluss zur oberen Hälfte der Tabelle herstellen.

Energie hat es jedenfalls am Samstag verpasst, den Tabellenführer aus Thüringen mit einem Heimsieg gegen den BAK unter Druck zu setzen. "Es wird jetzt natürlich nicht einfacher", erklärt Mittelfeldspieler Tim Kruse mit Blick auf die erste Heimniederlage in der laufenden Spielzeit. Und Torhüter Alexander Meyer meint: "Auf die Tabelle müssen wir jetzt erstmal nicht mehr gucken."

BAK-Trainer Jörg Goslar will den Thüringern übrigens - unabhängig vom heutigen Spiel in Neugersdorf - noch lange nicht den Titel überlassen: "Selbst wenn Jena mit 15 oder 20 Punkten Vorsprung im Winter Herbstmeister werden sollte, glaube ich nicht, dass die Saison dann beendet ist. Sie geht weiter."