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| 02:42 Uhr

Ohne "das beste Training der Welt"

Wollitz reist zuversichtlich nach Meuselwitz.
Wollitz reist zuversichtlich nach Meuselwitz. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Mit einer spürbaren Reduzierung des Trainingspensums hat Coach Claus-Dieter Wollitz den FC Energie Cottbus auf die bevorstehende englische Woche in der Fußball-Regionalliga Nordost eingestimmt. An diesem Sonntag tritt der FCE beim ZFC Meuselwitz an (Beginn um 14. Frank Noack

05 Uhr). Am Mittwoch folgt das Nachholspiel bei RB Leipzig II. Und am Sonntag geht es dann mit der Heimpartie gegen den VfB Auerbach weiter. "Wir haben die Hoffnung, dass wir dadurch wieder spritziger sind in den Spielen. Diese Spritzigkeit hat zuletzt speziell in der Offensive bei den Eins-gegen-eins-Situationen etwas gefehlt", erklärt Wollitz.

Von den ermittelten Werten her sei die Mannschaft fit für die entscheidende Saisonphase. "Jetzt geht es darum, die Spannung zu halten und weiter an Details zu arbeiten", so der Coach.

Und dabei kam in dieser Woche auch der Spaß auf dem Trainingsplatz nicht zu kurz. Am Mittwoch beispielsweise sorgte Topstürmer Benjamin Förster durch einen "Deal" mit Wollitz höchstper sönlich dafür, dass er und seine Mitspieler am Nachmittag frei machen durften. "Ich habe ihm gesagt: ,Wenn du es schaffst, mir den Ball durch die Beine zu schießen, dann gebe ich euch heute Nachmittag frei!' Was macht dieser freche Hund? Er schießt mir aus 40 Metern den Ball durch die Beine und sagt: ,Deal ist Deal'", berichtet der Coach und ergänzt schmunzelnd: "Aus der Nummer bin ich natürlich nicht mehr rausgekommen. Dabei hatte ich mir für den Nachmittag das beste Training dieser Welt ausgedacht."

Ganz und gar ernsthaft will Energie jetzt die schwere Auswärtsaufgabe im Meuselwitzer Ortsteil Zipsendorf angehen. Nur 80 oder 90 Prozent zu geben, das werde nicht reichen, warnt Wollitz. "Im Vorbeigehen ist das nicht machbar. Wir dürfen uns nicht für das Spiel am Mittwoch gegen Leipzig ausruhen, sondern müssen alles raushauen."

Auch auf die Gelb-Belastung mehrerer Leistungsträger will man bei Energie keine Rücksicht nehmen. Tim Kruse, Benjamin Förster und Kevin Weidlich sind jeweils mit vier Verwarnungen belastet. Sie müssten beim nächsten Gelb also pausieren. Joshua Putze und Fabio Vitteriti haben drei Verwarnungen. "Das ist alles egal. Dann kommt eben der nächste rein", setzt Trainer Wollitz auf die mannschaftliche Geschlossenheit nach sieben Siegen aus den vergangenen acht Partien.