ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:41 Uhr

Nur 2:2-Remis beim VfB Krieschow
Noch mehr Sorgen bei Energie Cottbus

 Tobias Gerstmann (l.) grätscht Marcel Hoppe (Energie Cottbus) den Ball weg.
Tobias Gerstmann (l.) grätscht Marcel Hoppe (Energie Cottbus) den Ball weg. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus wartet weiter auf ein Erfolgserlebnis. Gut eine Woche vor dem Regionalliga-Auftakt gibt es viele Baustellen im Team. Claus-Dieter Wollitz spricht sogar von der schwersten Aufgabe in seiner Trainer-Karriere. Von Frank Noack

Energie-Trainer Claus-­Dieter Wollitz verließ den Sportpark in Krieschow nachdenklich. Das ­Lächeln, das hin und wieder über sein Gesicht huschte, war für die vielen Autogrammjäger und ­deren Fotowünsche bestimmt.

Das 2:2 (0:0)-Remis von Regionalligist Energie Cottbus beim Oberliga-­Vertreter VfB Krieschow fühlte sich wie eine Niederlage an. Denn in der Vergangenheit hatte der FCE diese Testspiele gegen den kleinen Ortsnachbarn meistens mehr oder weniger deutlich gewonnen.  

Das Fazit von Wollitz fiel anderthalb Wochen vor dem Saisonstart ernüchternd aus. „Das reicht im Moment nicht aus, um erfolgreich zu sein. Wir können uns keine Augenwischerei erlauben. Es sind viele Baustellen“, betont der Coach. „Ich gebe ehrlich zu, dass ich als Trainer eine solche Situation bisher noch nicht hatte. Wir haben ­harte Wochen vor uns.“

Auch in Krieschow wurde deutlich: Der Neuaufbau des Teams nach dem Abstieg aus der 3. Liga geht nur langsam voran. Zu langsam, findet Wollitz: „Von Harmonie und Intensität war nix zu erkennen. Ich wundere mich, dass wir keine Dynamik und keine Begeisterung in unser Spiel kriegen.“

VfB Krieschow - Energie Cottbus FOTO: Steffen Beyer

Trotz der zwei­maligen Führung durch Neuzugang Felix Brügmann (50. Minute) und Colin Raak (77.) reichte es nicht zum so dringend nötigen Erfolgserlebnis, weil der Favorit in der spielentscheidenden Zone nur wenig Kreativität auf den Rasen brachte.

Die Freude von Felix Brügmann über seinen Premieren-Treffer hielt sich in Grenzen. „Schön, dass ich ein Tor geschossen habe. Aber ich hätte lieber gewonnen, damit wir etwas Selbstbewusstsein mitnehmen. Ein 2:2 ist eindeutig zu wenig“, meint der Stürmer. Martin Dahm (58.) und Torjäger Andy Hebler (80.) trafen für Krieschow.

Bis auf den weiter verletzten Robert Müller hatte Energie in diesem Testspiel zwar alle Profis an Bord, aber trotzdem wenig Struktur in seinem Spiel. Vor allem in der Zentrale wird weiter eine ordnende Figur gesucht. Ohne weitere Neuzugänge dürfte es das Team schwer haben, der „Mission Wiederaufstieg“ gerecht zu werden.

Das Fußballfest am Mittwochabend in Krieschow konnte Wollitz deshalb nur bedingt genießen. „Es waren über 2000 Zuschauer da – bei diesem Freundschaftsspiel. Das zeigt auf der einen Seite die Neugier. Auf der anderen Seite empfinde ich es aber auch so, dass schon jetzt viel Sorge herrscht. Deshalb wäre es gut, wenn wir noch Spieler verpflichten können, die uns sofort helfen.“

 Claus-Dieter Wollitz macht sich Sorgen um Energie Cottbus.
Claus-Dieter Wollitz macht sich Sorgen um Energie Cottbus. FOTO: Peter Aswendt