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Neutrino-Chef: "Energie bekommt so viel, wie sie brauchen"

Thorsten Schubart, Präsident der Neutrino-Stiftung, beim Bundespresseball 2014, wo seine Firma Hauptsponsor war.
Thorsten Schubart, Präsident der Neutrino-Stiftung, beim Bundespresseball 2014, wo seine Firma Hauptsponsor war. FOTO: dpa
Cottbus. Der mögliche neue Großsponsor des FC Energie Cottbus will offenbar viel Geld in den Verein investieren. Thorsten Schubart, Geschäftsführer von Neutrino Deutschland, sagte gegenüber der RUNDSCHAU, dass fürs kommende Jahr ein großes Werbebudget vorhanden sei. Von Jan Lehmann

Diese Pläne klingen sehr konkret - für den FC Energie Cottbus steht offenbar ein äußerst belebender Geldregen bevor. Die Neutrino Deutschland GmbH will laut Geschäftsführer Thorsten Schubart kräftig in den Verein investieren. Der 52-Jährige erklärte am Freitag gegenüber der RUNDSCHAU, dass seine Firma, die ein Tochterunternehmen der Neutrino Inc. aus den USA ist, fürs kommende Jahr ein Werbebudget im achtstelligen Euro-Bereich zur Verfügung habe.

Das sind also mindestens zehn Millionen Euro. Aber wie viel bekommt davon der FCE? Schubart sagt offen: "Ganz einfach. Energie bekommt so viel, wie sie brauchen." Ein von der Firma beauftragter Experte soll in den Vertragsverhandlungen mit dem Verein ergründen, welcher Sponsoringbetrag sinnvoll sei.

Der Berliner Geschäftsmann betont: "Wir haben uns für Energie Cottbus entschieden, weil alleine der Name uns schon verbindet. Weil wir schon eine Forschungsanstalt in Kirchmöser haben und eine weitere in Beelitz/Heilstätten eröffnen werden, wollten wir auch einen Brandenburger Werbeträger."

Dass nun ausgerechnet der FCE davon profitiert, hat laut Schubart auch mit den finanziellen Problemen des Vereins zu tun. Der FCE hatte zuletzt offenbart, dass nur dank der Hilfe eines anonymen Freundes von Präsident Michael Wahlich ein Finanzloch von etwa einer halben Million Euro geschlossen werden konnte . Neutrino-Chef Schubart sagt: "Ich habe mich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem FC Energie beschäftigt. Es ist meine Lebenseinstellung, denjenigen zu helfen, die am Boden liegen."

Die Zusammenarbeit sei langfristig angelegt, so Schubart, der betont, dass ihm "Win-Win-Verträge" wichtig seien. Dass heißt, beide Partner sollen damit zufrieden sein. Für die Neutrino Deutschland GmbH, die aktuell noch keine Produkte verkaufe, sei es vor allem wichtig, bekannter zu werden. Sie arbeitet daran, nicht sichtbare Raumenergie (Neutrinos) in elektrische Energie umzuwandeln.

"Das ist eine kleine Energie-Revolution" sagt Schubart, der berichtet: "Wir wurden lange dafür belächelt. Doch seit es 2015 den Nobelpreis für zwei Forscher gab, die nachgewiesen haben, dass Neutrinos eine Masse besitzen, ist alles anders. Denn vereinfacht kann man sagen: Wenn etwas Masse hat, dann hat es auch Energie."

Ein Fazit, dass man womöglich auf den Fußballrasen umwandeln kann. Wenn der FCE wieder etwas mehr finanzielle Masse bekommt, ist womöglich auch wieder mehr sportliche Energie möglich. Schubart jedenfalls ist davon überzeugt. Er sagt: "Mein Ziel ist es, dem Verein wieder zu altem Glanz zu verhelfen."