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Neun Schüsse, sieben Tore – FCE eiskalt

Jonas Zickert (l.)
Jonas Zickert (l.) FOTO: Sven Bock/FuPa Brandenburg
Falkensee. Energie Cottbus hat den nächsten Schritt auf dem Weg zur Titelverteidigung im Landespokal gemacht. In Falkensee gewinnt der Regionalligist mit 7:1 (4:1). Sven Bock

Keine zehn Minuten waren gespielt, da war die Partie am Freitagabend vor 659 Zuschauern in Falkensee so gut wie entschieden. Lasse Schlüter hatte nach nur einer Zeigerumdrehung mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze zur frühen Führung getroffen. In der 9. Minute setzte FCE-Kapitän Marc Stein bei einem Freistoß gedankenschnell nach und drückte die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie. Jörg Heinrich, Ex-Nationalspieler und Trainer des Sechstligisten SV Falkensee-Finkenkrug: "Wenn es nach neun Minuten schon 0:2 steht, ist das natürlich tödlich für den Spielverlauf. Wir hätten uns schon ein besseres Ergebnis erhofft. Energie hat mit neun Torschüssen sieben Treffer erzielt. Das ist Qualität."

Der Brandenburg-Ligist igelte sich aber vor allem vor der Pause nicht nur rund um den eigenen Strafraum ein, sondern versuchte mit Nadelstichen immer wieder eigene Impulse zu setzen. Mit einem der schönsten Spielzüge der Partie kamen die Hausherren auch zum nicht unverdienten Ehrentreffer: Kapitän Panel Begzadic chipte in der 16. Minute den Ball über die Cottbuser Abwehrkette in den Lauf von Patrick Lenz. Der blieb vor Avdo Spahic eiskalt und lupfte sehenswert zum Anschlusstreffer ein.

Energie schüttelte sich aber nur kurz und reagierte prompt: Felix Geisler schickte in der 20. Minute Fabio Viteritti aufs Falkenseer Tor zu und der Mittelfeldspieler schob überlegt zum 3:1 ein. Ein Eigentor kurz zum 4:1 untermauerte die Kräfteverhältnisse des ungleichen Duells. Denn FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz ging kein Risiko ein und schickte fast seine beste Elf auf den Rasen. Der Plan, in den ersten 45 Minuten die Partie zu entscheiden, ging voll auf. Nach der Pause verflachte das Spiel. Cottbus nahm den Fuß vom Gas und beim Brandenburg-Ligisten schwanden mit zunehmender Spielzeit die Kräfte. Gabriel Boakye (49.), Malte Karbstein (81.) und Kevin Weidlich (88.) erhöhten zum auch in der Höhe verdienten 7:1-Erfolg von Energie.

So sah es auch FCE-Coach Claus-Dieter Wollitz: "Wir haben zwar den einen oder anderen geschont, aber trotzdem die bestmögliche Elf aufgeboten. Ein Gegentor kann immer passieren, aber die Mannschaft hat diszipliniert und seriös weitergespielt und nachgelegt. Unser Ziel, den Pokal wieder zu holen, ist klar definiert. Auch wenn es von Runde zu Runde nicht einfacher wird, hat die Mannschaft gezeigt, dass sie bereit ist, zu bestehen."