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| 10:25 Uhr

Fußball
Nächste Hitzeschlacht für Energie Cottbus

Streli Mamba (r.) und den FCE erwartet in Wiesbaden eine Hitzeschlacht.
Streli Mamba (r.) und den FCE erwartet in Wiesbaden eine Hitzeschlacht. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Nach dem Auftaktsieg gegen Rostock erwartet Energie Cottbus bei Wehen Wiesbaden die nächste Hitzeschlacht. Die RUNDSCHAU erklärt, wie der Drittliga-Aufsteiger das erste Auswärtsspiel angeht. Von Frank Noack

Trainer Claus-Dieter Wollitz nimmt die sommerliche Hitze mit Humor und weiß, dass seine Spieler im ersten Auswärtsspiel der Drittliga-Saison an diesem Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden (13 Uhr, LR-Liveticker) wieder mächtig ins Schwitzen geraten werden. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie diesmal das erste Tor schneller schießen sollen als letzte Woche, das zweite Tor auch“, sagt Wollitz – und schmunzelt. Denn viel schneller als beim 3:0-Auftaktsieg gegen Rostock kann man als Aufsteiger einen Zwei-Tore-Vorsprung wohl nicht herausschießen: Fabio Viteritti traf bereits in der 2. Minute per Foulelfmeter und erhöhte kurz danach auf 2:0 (20.). Diese schnelle Führung war angesichts der Hitze die Basis für den Auftakt-Erfolg am vergangenen Sonntag im heimischen Stadion der Freundschaft.

In Wiesbaden erwartet den FC Energie die nächste Hitzeschlacht, auch wenn in der vergangenen Saison im Schnitt nur 2570 Zuschauer in die Brita-Arena kamen. Der Gegner ist dafür umso heißer, den der Vorjahresvierte gehört auch in dieser Saison wieder zu den Top-Teams der 3. Liga. „Beiden Mannschaften wird bei dieser Hitze alles abverlangt werden“, erklärt Wollitz. „Ich mache mir keine Sorgen, dass wir die 90 Minuten nicht läuferisch hinbekommen. Aber wir müssen gut organisiert sein, denn Fehler werden brutal bestraft.“

In der zurückliegenden Trainingswoche wurde die Belastungssteuerung der Hitze angepasst. Die Übungseinheiten wurden in die frühen Morgenstunden verlegt. Zudem trainierte das Team nur einmal pro Tag. Ab Freitag mussten die Spieler dann wieder am Mittag ran, um sich auf die Bedingungen in Wiesbaden vorzubereiten.

Die seit Tagen anhaltende Hitze ist an diesem Wochenende auch in den anderen Stadien ein Thema – zum Beispiel beim Saisonstart der 2. Bundesliga. Die Clubs ergreifen Schutzmaßnahmen gegen die tropischen Temperaturen. Darmstadt 98 erlaubt den Zuschauern beim Auftaktspiel gegen Aufsteiger SC Paderborn ausnahmsweise die Mitnahme von zwei 0,5-Liter-Plastikflaschen Wasser ins Stadion. Greuther Fürth will beim Match gegen den SV Sandhausen einen zusätzlichen Verkaufsstand nur für Wasser zur schnellen Versorgung öffnen. Jahn Regensburg hält gegen den FC Ingolstadt 35 weitere Sanitäter für die Zuschauer in Bereitschaft. Im Stadion An der Alten Försterei will Hausherr Union Berlin bei der Partie gegen Erzgebirge Aue drei Stellen für Zuschauer einrichten, an denen diese durch einen Sprühnebel laufen können.

Trotz der Hitze herrscht auch bei Arminia Bielefeld Vorfreude auf den Saisonstart am Sonntag beim FC Heidenheim. „Wir freuen uns, dass es endlich wieder um Punkte geht. Bei dem Wetter würde ich sogar sagen: Wir brennen“, sagte Arminia-Kapitän Julian Börner, der auch schon in Cottbus gespielt hat.