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| 17:27 Uhr

Fußball
Nach dem 3:2: Wollitz schon im Endspiel-Modus (mit Video)

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz geriet nach dem Spiel mit Fürstenwaldes Coach Matthias Mauksch aneinander und attackierte im Interview auch den FLB-Präsidenten Siegfried Kirschen.
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz geriet nach dem Spiel mit Fürstenwaldes Coach Matthias Mauksch aneinander und attackierte im Interview auch den FLB-Präsidenten Siegfried Kirschen. FOTO: Christiane Weiland / LR
Fürstenwalde. Nach dem hart erkämpften 3:2-Sieg im Halbfinale in Fürstenwalde ist Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz schon im Endspiel-Modus. Der Cottbuser Coach attackierte den Gegner SV Babelsberg sowie den brandenburgischen Landesverband. Auch mit Fürstenwalde haderte er.

Von Frank Noack und Jan Lehmann

Direkt nach dem Abpfiff des heiß umkämpften Halbfinals in Fürstenwalde und dem knappen 3:2-Sieg in diesem Pokal-Krimi stürmte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz auf den Platz und geriet dort mit Fürstenwaldes Trainer Matthias Mauksch aneinander. Streitpunkt war eine strittige Szene kurz vor Schluss, als die Fürstenwalder einen Elfmeter forderten. Der Cottbuser Trainer erklärte gegenüber dem „rbb“: „Das ganze Spiel geht nur über Provokationen der gegnerischen Mannschaft, da ist es klar, dass es am Ende noch einmal hektisch wird. Hier ist es immer so gewesen. Hier sind Menschen, die haben kein Respekt.“

Er fügte hinzu: „Im Pokal geht es nicht darum, ob verdient oder nicht. Ich glaube nicht, dass sich Energie Cottbus für das Ganze hier entschuldigen muss. Ich sage nochmal: Die Art und Weise, wie Fürstenwalde mit der gegnerischen Mannschaft umgeht, hat mit Respekt, Anerkennung und Menschlichkeit nichts zu tun.“

Nach einer 2:0-Führung hatten die Cottbuser den 2:2-Ausgleich kassiert und waren dann durch Streli Mamba zum Siegtor (60.) gekommen (Hier geht es zum RUNDSCHAU-Schnellcheck). Wollitz erklärte: „Bis zum 1:2 hatten wir alles unter Kontrolle, hätten eigentlich mit 4:0 führen müssen. Dann passen wir einfach nicht auf. Es sind immer Strafraumszenen, immer Hektik, du kannst keinen ruhigen Spielaufbau haben.“

Der Cottbuser Trainer schaute schon auf das Endspiel, das am 21. Mai gegen den SV Babelsberg, der sich mit 2:0 in Neuruppin durchgesetzt hatte. Für die Cottbuser ist der Termin ein Ärgernis, weil sie alle Wahrscheinlichkeit nach am 24. und 27. Mai in den Aufstiegsspielen um den Sprung in die 3. Liga kämpfen werden. Wollitz, einmal in Fahrt, attackierte deswegen auch den Fußball-Landesverband Brandenburg und dessen Präsidenten Siegfried Kirschen.

Der Cottbuser Coach sagte ins „rbb“-Mikrofon: „Das erste Ziel haben wir erreicht. Wir wollten ins Finale und wollen das dann natürlich auch gewinnen. Ob das am 21. Mai stattfindet werden wir sehen. Vielleicht setzt Herr Kirschen das Spiel auch noch für den 23. Mai an und freut sich dabei, dass er danach die Pressekonferenz machen kann. Ich habe meinen Wunsch geäußert, dass das Spiel im Sinne des Fußballs und im Sinne der Regionalliga Nordost vorgezogen wird. Das wäre für alle Beteiligten gut. Und in Babelsberg, der Vorstandsvorsitzende schürt ja auch nur gegen Energie Cottbus, von daher ist doch genügend Brisanz drin.“

Bei der später folgenden Pressekonferenz war der Adrenalinpegel beider Trainer schon wieder etwas gesunken. Wollitz erklärte: „Wir haben eine gute Reaktion auf das 2:2 gezeigt, indem wir sofort das Tempo etwas erhöht haben und konzentrierter waren. Trotz unseres dritten Tores war es bis zum Schluss ein offenes Spiel. Wir freuen uns, dass wir wieder im Finale sind.“ Und auch FSV-Coach Matthias Mauksch bezog sich fast nur auf den Spielverlauf. Er sagte: „Wir wollten Cottbus von Anfang an unter Druck setzen. Das ist uns zumindest in der ersten Viertelstunde gelungen. Mit den beiden Gegentoren hat unsere junge Mannschaft dann Lehrgeld bezahlt. Umso mehr habe ich mich gefreut, wie meine junge Mannschaft zurückgekommen ist. In der 2. Halbzeit war es ein klasse Spiel, weil wir in den Zweikämpfen immer präsent waren.“ Einen kleinen Seitenhieb konnte sich der Fürstenwalder Coach dann aber letztlich doch nicht verkneifen. Er bemerkte: „Cottbus braucht sich nicht beschweren, wenn wir kurz vor Schluss noch einen Elfmeter kriegen. Aber das ist eben das Los des kleineren Vereins, nicht nur in der 4. Liga, sondern auch in der Champions League.“

Union-Trainer Matthias Mauksch erklärte: „Cottbus braucht sich nicht beschweren, wenn wir kurz vor Schluss noch einen Elfmeter kriegen.“
Union-Trainer Matthias Mauksch erklärte: „Cottbus braucht sich nicht beschweren, wenn wir kurz vor Schluss noch einen Elfmeter kriegen.“ FOTO: Christiane Weiland / LR