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| 23:50 Uhr

FCE-Fans sauer nach 1:4-Niederlage (mit VIDEO)
So reagiert der Energie-Trainer auf die „Wollitz raus“-Rufe

FOTO: LR / Jan Lehmann
Cottbus. Diese 1:4-Niederlage hat die Fans von Energie Cottbus richtig geärgert. Einige Anhänger äußerten ihren Unmut am Trainer. So reagiert der FCE-Coach auf die „Wollitz raus“-Rufe. Von Jan Lehmann und Steven Wiesner

Sie kamen nur aus zwei verschiedenen Ecken im Stadion der Freundschaft, doch sie waren am Freitagabend zumindest kurzzeitig zu hören: Die „Wollitz raus“-Rufe. Einige Fans von Energie Cottbus machten ihrem Ärger nach der 1:4-Niederlage gegen den VfB Auerbach Luft und arbeiteten sich an dem Cottbuser Trainer ab. Claus-Dieter Wollitz vernahm diese Rufe sehr wohl, wollte sie nach Spielende allerdings nicht zu wichtig nehmen. Er sagte: „Ich habe Verständnis dafür, dass die Leute enttäuscht und sauer sind. Diejenigen, die das rufen, sind ja Vereinzelte. Ich glaube, das muss man dann auch wegstecken. Ich bin da auf niemanden sauer.“

Möglicherweise hatte der Frust auf den Trainer auch mit dessen Äußerungen bei der Pressekonferenz am zurückliegenden Mittwoch zu tun. Dort war Wollitz auf ein angebliches Interesse des Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue angesprochen worden – und hatte offen reagiert. Der 54-jährige Trainer beschrieb, dass er keinen Kontakt mit den Verantwortlichen aus dem Lößnitztal hatte, ein mögliches Interesse ihn aber ehren würde. Zudem verdeutlichte er, dass er beim Angebot eines Zweitligisten nicht von vornherein ablehnen, sondern sich die Offerte gern anhören würde.

War es nun der Ärger über das fehlende Treue-Bekenntnis von Wollitz? Dabei hatte der doch auch betont, mit voller Leidenschaft und Einsatzbereitschaft beim FCE zu arbeiten. Oder waren die Fans einfach nur sauer über die desolate Vorstellung ihrer Mannschaft gegen das Tabellenschlusslicht? Wollitz erklärte: „Jeder ist heute in des Stadion mit der Erwartung gekommen, dass wir das Spiel gewinnen – ich auch. Aber wir haben es heute nicht auf die Platte bekommen. Es war das erste Mal seit meiner Rückkehr, dass wir so einen rabenschwarzen Tag hatten.“ Er akzeptierte die Rufe und erklärte schulterzuckend: „Dass man sich dann als Fan jemanden vornimmt, ist im Fußball schon oft vorgekommen.“

Allerdings betonte Wollitz auch, dass seine Mannschaft gerade jetzt Unterstützung benötige. Ab der 70. Spielminute hatte es neben den Rufen gegen den Trainer auch deutliche Unruhe auf den Rängen bei Cottbuser Rückpässen oder Ballverlusten gegeben – Profis wie der 17-jährige Tobias Eisenhuth oder auch Keeper Lennart Moser (19) wirkten zunehmend verunsichert. Der Trainer erklärte: „Das sind sehr junge Spieler. Da sollte man auch mal eine ganz schwache Leistung akzeptieren und nicht gleich den Stab über diese Mannschaft brechen.“

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