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| 14:42 Uhr

Fußball
Bittere FCE-Rückkehr für zwei Lausitzer

FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der Spremberger Matti Kamenz und der Drachhausener Nils Miatke haben am Samstag eine bittere Rückkehr ins Stadion der Freundschaft erlebt. Beide Ex-Cottbuser zeigten zwar eine gute Leistung, konnte aber bei der 1:2-Niederlage mit dem FSV Zwickau keine Punkte mitnehmen. Von Jan Lehmann und Paul Resagk

2:1 für den FSV Zwickau, jedenfalls wenn es um die Lausitz-Quote im Duell mit dem FC Energie Cottbus ging. Mit Nils Miatke (Drachhausen) und Matti Kamenz (Spremberg) boten die Westsachsen mehr waschechte Lausitzer auf, Energie wechselte bloß noch den Vetschauer Felix Geisler ein.

Doch auf der Anzeigetafel stand ein anderes Ergebnis – 2:1 für Energie. Nils Miatke brachte es auf den Punkt: „Mit dem Spiel bin ich zufrieden, mit meiner Rückkehr nach Cottbus auch – aber mit dem Ergebnis nicht.“ Der 28-Jährige, der seinen Hauptwohnsitz immer noch in Drachhausen, knapp 20 Autominuten vom Cottbuser Stadion der Freundschaft entfernt hat, war einer der besten Zwickauer am Samstag. Doch trotz der Vorlage zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung für die Westsachsen fuhr Miatke unzufrieden nach Hause.

Genauso erging es Torhüter Matti Kamenz, der ernüchtert sagte: „Die Trauer überwiegt, ich hätte hier gern etwas geholt.“ Dennoch gab der Keeper zu: „Es war emotional für mich, es war immer mein Traum, hier mal aufzulaufen. Es war eine super Atmosphäre im Stadion, aber leider gab es für uns den falschen Sieger.“ Der 20-jährige Spremberger hatte viele gute Aktionen, konnte aber das spektakuläre Cottbuser Siegtor von Streli Mamba in der 60. Minute nicht verhindern. Er beschrieb die Szene: „Es war ein Gewühl, ich habe den Ball gar nicht richtig gesehen und dann war er auf einmal drin. Das war sehr ärgerlich.“

Kamenz und Miatke bekamen beide zum Abschied eine Umarmung von Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz, der beide Spieler begleitet hatte. Miatke hatte nach seiner Zeit im Nachwuchs einst unter Wollitz im Stadion der Freundschaft sein Profi-Debüt gegeben. Am 9. August 2009 im ersten Saisonspiel gegen den FC Augsburg stand er in der Zweitliga-Startelf – es war auch das erste Pflichtspiel für Wollitz als neuer Trainer beim FC Energie. Miatke absolvierte unter Wollitz weitere 16 Zweitliga-Spiele. Über die Stationen Jena und Aue ist er nun in Zwickau gelandet. Dort hat er mit Toni Wachsmuth, Christian Bickel und eben Matti Kamenz weitere Ex-Cottbuser als Mannschaftskollegen.

Für Kamenz ist die Situation speziell. Der gebürtige Spremberger war bei Energie nur die Nummer drei hinter Stammkeeper Avdo Spahic und Ersatzmann Kevin Rauhut. Er wechselte deshalb im Sommer nach Zwickau, weil er dort der Ersatzmann von Johannes Brinkies sein sollte. Nun kam er schneller als gedacht zum Einsatz, weil sich Brinkies verletzte. Doch Kamenz kennt seine Rolle: „Wenn ,Pommes‘ zurückkommt, wird er auch spielen. Dann werde ich ihn wieder unterstützen und dafür arbeiten, im Ernstfall da zu sein.“