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Michel droht erneute Zwangspause: „Es nervt“

Sven Michel
Sven Michel FOTO: Helbig/mih1
Cottbus. Obwohl für die Profis von Energie Cottbus am Sonntag trainingsfrei war, fuhr Sven Michel im Stadion der Freundschaft vor: Genau wie Ronny Garbuschewski ließ sich Michel von Physiotherapeut Oliver Krautz behandeln. Beide Offensivspieler haben sich bei der 2:3-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den MSV Duisburg eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen.

Ihr Einsatz in der nächsten Partie gegen die Stuttgarter Kickers am Samstag ist fraglich. "Das nervt. Irgend jemand möchte nicht, dass ich schmerzfrei mehrere Wochen am Stück durchspielen und Rhythmus aufnehmen kann. Ständig ist etwas anderes", ärgert sich Michel.

Sein Ausfall würde das Team hart treffen. Denn der "Energie-Fußballer des Jahres 2014" gehört neben Tim Kleindienst zu den Schlüsselspielern in der Offensive. Kleindienst hat elf Tore erzielt, Michel war acht Mal erfolgreich. Und trotzdem ist es für den Flügelflitzer eine Saison, die von verletzungsbedingten Ausfällen geprägt ist. Im vorletzten Testspiel der Winterpause verletzte sich Michel am Oberschenkel und konnte deshalb erst mit Verspätung ins Jahr 2015 starten.

Im Landespokalspiel beim SV Babelsberg (2:0) ereilte ihn die nächste Blessur - auch wieder am Oberschenkel. Michel ging vorzeitig vom Rasen und hatte nach dieser Vorsichtsmaßnahme eigentlich ein gutes Gefühl für Duisburg. "In der zweiten Halbzeit ist es dann wieder aufge brochen", berichtet er. Nach 73 Minuten war Schluss.

Eine endgültige Diagnose ist erst nach weiteren Untersuchungen möglich. Sie sollen Anfang der Woche stattfinden. Am Samstag nach dem Schlusspfiff hatte Michel "kein gutes Gefühl". Am Sonntag sagte er auf RUNDSCHAU-Nachfrage: "Ich hoffe, dass ich gegen Stuttgart spielen kann. Aber ich weiß eben noch nicht, was genau los ist."