ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:08 Uhr

RUNDSCHAU-Kommentar
Stille Generalprobe von Energie Cottbus

 Berkan Taz (l.) erzielte zwei Tore für Energie Cottbus
Berkan Taz (l.) erzielte zwei Tore für Energie Cottbus FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus macht es seinen Fans derzeit nicht leicht. Dabei könnte der Verein gerade jetzt beim Aufbau der neuen Mannschaft eine Aufbruchstimmung gebrauchen. Der RUNSCHAU-Kommentar zur Lage beim FCE. Von Frank Noack

Zum letzten Testspiel von Energie Cottbus kamen insgesamt 532 Zuschauer ins Stadion der Freundschaft. Sie sahen einen 4:1-Sieg und ein gutes Spiel. Also alles gut? Nein. Im Gegenteil!

„Die Leute unterstützen uns zwar. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir als Verein im Moment nicht jene Aufbrauchstimmung erzeugen können, die wir eigentlich brauchen – auch um Spieler ansprechen zu können“, sagt Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Rückblende: Vor drei Jahren nach dem ersten Abstieg in die Regionalliga entfachte Energie Cottbus diese Aufbruchsstimmung. Diesmal macht es der Verein seinen Fans nicht einfach. Zwei Beispiele: Der Trainingsauftakt fand an einem Mittwochvormittag statt. In Dissenchen. Der traditionelle Kiebitztag fiel erstmals seit Jahren sogar ganz aus, weil das letzte Testspiel gegen Jurmala erst kurzfristig zustande kam. Es gab am Samstag auch keinen Stadion­sprecher und keine ­-musik. ­

Während andere Clubs mit einem Fanfest in die Saison starten, fiel die Generalprobe des FCE trotz Szenenapplaus eher still aus. Man hat irgendwie das Gefühl, dass der Verein noch eine Initialzündung für die neue Saison benötigt. Und man hat auch das Gefühl, dass diese Initialzündung nur von der Mannschaft kommen kann. Dass sie noch längst nicht fertig ist, macht die Sache umso schwerer.

FOTO: LR / Sebastian Schubert