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| 20:41 Uhr

Kommentar
Energie muss dem BVB danken, aber . . .

 Steven Wiesner
Steven Wiesner FOTO: LR / Sebastian Schubert
Borussia Dortmund kommt zum „Retterspiel“ und hilft Energie Cottbus. Dafür sollte man überaus dankbar sein, vor allem weil der deutsche Vizemeister von sich aus auf den Viertligisten zugekommen ist, als er von den finanziellen Nöten in der Lausitz hörte.

Man kann aber auch die Meinung vertreten, dass es zur solidarischen Verantwortung eines millionenschweren Spitzenclubs dazugehört, etwas zurückzugeben. Schließlich akquirieren Clubs wie der BVB mit einer Champions-League-Saison so viele Millionen, dass man damit jahrzehntelang den Spielbetrieb in Cottbus aufrechterhalten könnte. Und man kann auch die Meinung vertreten, dass solche Benefizspiele gar nicht nötig wären, wenn der DFB die kleinen Ausbildungsvereine genauso an den Transfers ihrer Rohdiamanten partizipieren lassen würde, wie es die Fifa tut. So hat Energie am Weiterverkauf Maximilian Philipps von Borussia Dortmund zu Dynamo Moskau in diesem Sommer ordentlich mitverdient. Wäre er aber nicht international, sondern innerhalb Deutschlands gewechselt, wäre die Kasse von Energie um 150 000 Euro leichter.