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Fußball
Zimmers Ziel

Maximilian Zimmer hat für Energie Cottbus bereits fünf Tore erzielt und zehn Treffer vorbereitet.
Maximilian Zimmer hat für Energie Cottbus bereits fünf Tore erzielt und zehn Treffer vorbereitet. FOTO: Christiane Weiland / LR
Cottbus. Der Cottbuser Mittelfeldspieler Maximilian Zimmer ist eine der tragenden Säulen beim Herbstmeister. Der Neuzugang will in der Lausitz in Richtung Profi-Fußball durchstarten – mit Energie. Von Jan Lehmann und Frank Noack

Meist glänzt er als Vorbereiter, zuletzt in Nordhausen mal wieder als Vollstrecker. Maximilian Zimmer hat mit nun schon fünf Toren und zehn Vorlagen einen großen Anteil an der vorzeitigen Herbstmeisterschaft für den FC Energie. Doch der 25-Jährige betont, dass dieser erste Titel für den FCE noch kein Grund zum Durchschnaufen sei: „Wir freuen uns zwar, weil wir uns das ja erarbeitet haben. Aber wir werden natürlich nicht groß feiern. Der Herbstmeister-Titel ist nur ein kleiner Schritt. Davon können wir uns noch nichts kaufen.“

Zwölf Zähler mehr hat Energie als der erste Verfolger BFC Dynamo auf dem Konto. Zimmer hat noch nie bei einem Spitzenreiter mit so großem Vorsprung gespielt. Der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler, der bei Hertha BSC groß geworden war und im Nationalteam mit Barcelona-Keeper Marc Andre ter Stegen sowie den späteren Weltmeistern Mario Götze (Borussia Dortmund) und Shkodran Mustafi (FC Arsenal) zusammengespielt hat, erklärt den Cottbuser Vorteil gegenüber der Konkurrenz: „Wir gewinnen auch jene Spiele, die nicht so gut laufen. Beziehungsweise, wir holen zumindest einen Punkt wie beim 1:1 in Nordhausen, obwohl der Gegner wirklich sehr robust aufgetreten ist und der Rasen mit Flachpässen nur schwer zu bespielen war. Ich denke, wir sind bislang einfach am konstantesten.“

Das liegt auch daran, dass Zimmer als Neuzugang so schnell eingeschlagen hat. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz sagt: „Er war genau das, was unserem Mittelfeld noch gefehlt hat“, und beschreibt die Vorzüge des Ex-Berliners: „Er ist ein fantastischer Spieler, kann sehr gut zwischen den Linien operieren, ist unter Druck anspielbar, will immer den Ball haben.“

In Nordhausen glänzte Zimmer als Vollstrecker und traf zum zwischenzeitliche 1:0.
In Nordhausen glänzte Zimmer als Vollstrecker und traf zum zwischenzeitliche 1:0. FOTO: Christiane Weiland / LR

Mit seiner persönlichen Bilanz ist Zimmer zufrieden, wenn auch nicht vollends. Er sagt: „Ich fühle mich wirklich wohl in Cottbus. Ich kann meine Stärken gut einbringen. Ganz zufrieden bin ich natürlich nicht. Ich will noch besser werden.“

Zimmers Ziel ist die Rückkehr in den Profi-Fußball. Also dorthin, wo er eigentlich schon fast angekommen war und dann doch wegen eines Kreuzbandrisses und einer weiteren Knie-Operation den Umweg über die Viertligisten SV Babelsberg, Berliner AK und nun eben Energie Cottbus nehmen musste. Zimmer beschreibt, warum es in Cottbus nun so gut für ihn klappt: „Ich hatte ja auch schon einige schwierige Phasen in meiner Karriere. Beispielsweise mit dem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern habe ich mir keinen Gefallen getan, weil ich dort menschlich nicht so gut klargekommen bin. Bei Energie will ich jetzt noch einmal alles raushauen und zeigen, was ich wirklich draufhabe. Hier wird professionell gearbeitet und ich habe einen Trainer, der wirklich hinter mir steht.“ Diesen Rückhalt erwidert Zimmer mit einem Treuebekenntnis. Denn obwohl er sich mit seiner bisher überragenden Hinrunde sicher schon für höherklassige Teams interessant gemacht hat, bekundet er: „Wenn wir aufsteigen, dann verlängert sich mein Vertrag bei Energie automatisch. Und dafür werde ich alles tun.“